Nachdem wir uns eine Nacht lang in Yangon akklimatisiert hatten, starteten wir unser Abenteuer Myanmar und bestiegen den Flieger nach Heho – unser Tor zum Inle-See.

Nyaungshwe, Oktober 2004: Untergekommen sind wir in Nyaungshwe (ca. 30 Kilometer vom Flughafen entfernt). Hier gibt es die meisten Unterkünfte und touristische Infrastruktur.  Noch am ersten Abend organisierten wir uns eine Fahrt auf den Inle See. Wir wollten uns das Leben am See, die Einbeinruder und das berühmte Kloster mit den springenden Katzen anschauen.

Wie ich schon im ersten Artikel dieser Serie gestanden habe, wussten wir eigentlich wenig über unser Reiseland. Deshalb sollten wir am kommenden Tag eine riesige Überraschung erleben.

Früh aufstehen und mit Vollgas über den See
Aber vor dem Spaß steht das frühe Aufstehen und so waren wir noch vor Sonnenaufgang unterwegs zum Fluss, wo wir unseren „Kapitän“ treffen sollte. Es war aber nicht der Mann, mit dem wir uns am Vorabend unterhalten hatten, sondern sein 16-jähriger Sohn. Er sprach leider sehr schlecht Englisch, so dass wir echt nicht wussten, was uns alles an dem Tag erwarten sollte.

Also, ab ins Boot. Später erfuhren wir, dass wir auch so früh losgefahren sind, weil anscheinend der Kontrolleur, der die Gebühr für die Touriboote kassiert, erst später seine Hütte öffnet –  so sparen sich die Fahrer die Kosten.

Kaum auf dem See sahen wir auch schon die ersten Einbeinruderer. Unser Kapitän hielt ab und zu mal an, aber danach schoss er wieder wie verrückt ans Südende des Sees. Er erklärte uns immer warum, aber wir haben ihn echt nicht verstanden.

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Zuerst waren wir allein, aber nach und nach rasten immer mehr voll besetzte Boote mit uns in Richtung Südende des Sees.

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Irgendwann sammelten sich alle Boote und bildeten in Ufernähe eine Gasse und warteten. Worauf wussten wir aber leider nicht, denn wir konnten uns nicht verständigen. Ich glaube, er meinte nur „Big Boat“. Okay, warten wir eben.

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Und dann gings aber los und wir wussten auch endlich, warum er es so eilig hatte. Die gewaltige Prozession des Phaung Daw U Fests zog direkt vor uns vorbei. Die Prozession besteht aus vielen Booten, die allesamt einmal im Jahr für bis zu drei Wochen die größten Städte rund um den Inle See besuchen.

Auf der größten und glänzendsten Barke werden Buddha-Statuen aus der Phaung Daw U-Pagode präsentiert, die man nicht mehr als Buddha erkennt. Sie sind über und über mit Blattgold beklebt, so dass sie aussehen wie kleine goldene Schneemänner.

Die Barke wird von vielen Booten mit Einbein-Ruderern begleitet, Musiker spielen auf und der See ist mit vielen Gestecken geschmückt.

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Das sind die über und über mit Blattgold beklebten Buddha-Statuen

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Nach der beeindruckenden Begegnung mit der gewaltigen Prozession absolvierten wir noch ein paar weitere Punkte auf dem Inle-See. Der Tempel der springenden Katzen, eine Weberei und einen Abstecher durch die schwimmenden Dörfer und Felder.

Preise 2004
Tages-Tour auf dem Inle-See: 10.000 Kyat
Mittagessen: 2.800 Kyat
Wechselkurs für 200 €: 216.000 Kyat

Alle Fotos und Berichte basieren auf einer Reise nach Myanmar im Oktober/November 2004.

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Kennst Du schon die anderen Artikel meiner Myanmar-Serie?

  1. Myanmar Reisebericht 2004: Ankommen in Yangon
  2. Reisebericht Myanmar 2004: Inle See – Einbeinruderer, springende Katzen und goldene Boote
  3. Reisebericht Myanmar 2004: Pagoden von Kakku hinter Schlagbäumen

Warst Du schon mal in Myanmar? Hattest Du auch das Glück, die Prozession auf dem Inle-See zu erleben? Wie waren Deine Erfahrungen und Erlebnisse? Hast Du aktuelle Tipps? Lass mir doch einfach einen Kommentar hier.

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