5 Gründe, warum Du Indien mit einem Fahrer erleben solltest (inkl. Route für Nordindien)

Wer nach Indien fährt, bereitet sich auf Chaos, Lärm und Hektik vor. Genau deswegen habe ich 5 Gründe für Dich, warum Du Indien mit einem Fahrer erleben solltest (zumindest bei deiner ersten Indienreise):

Du hast nur einen kleinen Kulturschock

Ganz unabhängig von all den schrecklichen Schlagzeilen, die es in den letzte Monaten aus Indien gab: Indien haut Dich um. Entweder liebst Du es oder Du hasst es. Ich bin froh, dass wir unseren Fahrer Rinku hatten, der uns drei Wochen durch das Land kutschierte und uns der Kulturschock in Indien nicht komplett erschlagen hat.

Du reist zwar wie in einer Blase, aber ich war manchmal sehr dankbar dafür, dass Chaos einfach vor der Tür zu lassen. So hatte ich genug Zeit, um die unglaublich vielen Eindrücke zu verarbeiten.

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Du bist sicher unterwegs

Wenn Du einen Fahrer hast, dann hast Du logischerweise auch ein Auto dazu. Dein Fahrer wird sein Auto selten aus den Augen lassen und wenn Du es mit ihm absprichst, dann kannst Du auch ein paar Sachen im Auto lassen. Natürlich würde ich jetzt nicht alle Bargeldreserven, Notebook und die neue Spiegelreflex offen dort liegen lassen. Aber viele Sachen, die Taschendiebe verleiten würden, kannst Du (meistens) sicher bei Deinem Fahrer deponieren.  Aber auch hier appelliere ich an Dein Bauchgefühl: Wenn Du kein gutes Gefühl dabei hast, dann nimm die Sachen lieber mit.

Unser Fahrer hat unser immer informiert, wenn es besser wäre, unsere persönlichen Dinge aus dem Auto mitzunehmen. Einmal hatte er selbst ein ungutes Gefühl und gab uns all seine Bargeldreserven mit, damit wir sie für ihn im Hotelsafe deponieren.

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Auch einer der Vorteile, wenn Du mit Fahrer reist: Er lässt dich oft direkt vor der Tür aus dem Auto und holt Dich auch wieder dort ab.

 

 

Du siehst unglaublich viel von Indien – und bleibst dabei entspannt

Wir waren für etwa drei Wochen in Nordindien unterwegs. Von Delhi ging es gleich nach Norden in den Punjab, dann weiter bis nach Jaisalmer im Westen Rajasthans und über Udaipur, Jaipur und Agra zurück nach Delhi. Mit dem Zug hätten wir die Strecke in dieser Zeit niemals geschafft. Und ich traue mich zu wetten, das wir bereits nach kurzer Zeit verzeifelt und genervt aufgegeben hätten. Wir würden Indien heute hassen.

Unser Fahrer fuhr uns zwischen 2 und 5  Stunden(manchmal auch länger) von A nach B. Wir vertrauten Rinku bald so, dass wir die Zeit im Auto nutzten und ausgiebig auf der Rückbank schliefen. Er hatte viele Kassetten mit indischen Mantras dabei und so waren wir am Ziel immer absolut entspannt.

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Wenn Du Glück hast: Travel in Style!

Unser fahrbarer Untersatz in Indien war ein Hindustan Ambassador. Das ist so ziemlich das beste Auto, das man sich für einen Roadtrip durch Indien wünschen kann. Gut gefedert und bequem. Und schön anzuschauen.

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Das sind die Ambassadors. Hier aber wahrscheinlich aber eher die Fahrbereitschaft des Parlaments in Delhi.

 

 

Du bekommst Insider-Tipps von Deinem Fahrer

Dein Fahrer kennt jeden Ort auf der Route und er war bestimmt schon sehr oft hier. Warum fragst Du ihn nicht einfach nach seinen Lieblingsorten. Natürlich kann es immer der Cousin von der Mutter der Nachbarin sein, der gerade zufällig einen passenden Laden/Restaurant/etc. hat. Aber wir haben unserem Fahrer am Anfang klar gemacht, dass wir keine Lust auf Silber und andere Einkaufsbummel haben. Rinku hat das respektiert und uns nicht in die entsprechenden Läden geschleift.

Stattdessen war er oft unser Guide und hat uns viel Dinge gezeigt und erklärt. Wir waren mit ihm im goldenen Tempel von Amritsar unterwegs, wo er uns viel über die Religion der Sikhs und die Geschichte des Tempels und der Stadt erzählt hat.

In Pushkar warnte er uns vor den dubiosen Männern, die uns direkt vor dem Hotel abfangen und unter allen Umständen zum hiduistischen Ritual der Puja überreden werden. Natürlich müssten wir dafür auch einiges zahlen. Kaum hatten wir das Hotel verlassen, trafen wir auf die Jungs. Dank Rinku wussten wir aber, wie wir sie loswerden.

 

Meine Empfehlung: Leiste Dir den Fahrer!

Es gibt vor allem in Rajasthan so viel zu sehen. Und bei Deinem ersten Besuch wird Indien Dich auf jeden Fall überrollen! Glaub mir! Warum leistest Du Dir also nicht den kleinen Luxus eines Fahrers? Ich würde das jederzeit wieder machen und kann es nur empfehlen. Wenn Du Dir unsere Route ansiehst, dann wirst Du merken, dass wir schon ganz schön oft im Auto gesessen sind. Aber es war nie stressig und wir hatten vollstes Vertrauen zu Rinku. Wir wollten einfach soviel sehen und anders wäre das nie möglich gewesen.

 

Unser genauer Reiseplan und die Kosten

17. Dezember – Ankunft in Delhi
18. Dezember – Fahrt nach Amritsar (8 Stunden)
19. Dezember – Goldener Tempel AmritsarSightseeing an der indisch-pakistanischen Grenze
20. Dezember – Fahrt von Amritsar nach Bikaner ( 7 Stunden)
21. Dezember – Fahrt von Bikaner nach Jaiselmer ( 5 Stunden)
22. Dezember – Übernachtung in der Wüste inkl. Kamelsafari zum Sonnenuntergang
23. Dezember – Jaisalmer nach Jodhpur (4, 5 Stunden)
24. Dezember – Jodhpur
25. Dezember – Jodhpur nach Ranakpur ( 2,5 Stunden)
26. Dezember – Ranakpur nach Udaipur (via Kumbalgarh) (2 Stunden)
27. Dezember – Udaipur
28. Dezember – Udaipur nach Bundi (via Chittorgarh) ( 5 Stunden)
29. Dezember – Nach Ranthambore ( 2,5 Stunden) zur Tiger Safari
30. Dezember – Tiger Safari in Ranthambore
31. Dezember – Ranthambore nach Pushkar (4 Stunden)
01. Januar – Pushkar nach Jaipur  (2 Stunden)
02. Januar – Jaipur
03. Januar – Jaipur nach Agra(4,5 Stunden) und Taj Mahal beim Sonnenuntergang
04. Januar – Agra nach Delhi

Für die gesamte Route inklusive aller Unterkünfte, Kamelsafari, Miete und Verbrauchsmaterialien für den klimatisierten Ambassador-Mietwagen und Kosten für den Fahrer haben wir zu zweit 1.600 € bezahlt.

On top kommen natürlich noch die Preise für Eintritte und Trinkgeld für den Fahrer (nach persönlichem Ermessen).

Better call Rinku!

Unser Fahrer war Rinku Sharma und damals noch angestellt. Ist inzwischen er selbständig und mein Tipp für Nordindien. Weil meine Frau und ich so zufrieden mit ihm waren, möchte ich Dir Rinku auf jeden Fall empfehlen:

Rinku Sharma
Tel: +919811739850 oder +919772958858
http://www.northwestindiatours.com
rinkusharma36@yahoo.com

Er ist ein sehr netter und zuvorkommender Mensch. Und wir fühlten uns in seiner Nähe immer absolut sicher und umsorgt.

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pixelschmitt, meine Frau, Rinku und der Ambassador am Ende der Reise in Delhi

Die Fotos und Erfahrungen basieren auf einer Reise durch Nordindien im Winter 2007/2008.

 

Warst Du schon mal in Indien mit Fahrer unterwegs? Wie waren Deine Erfahrungen? Würdest Du es wieder tun? Warst Du auch so zufrieden mit Deinem Fahrer? Dann freue ich mich auf Deinen Kommentar.

 

Author pixelschmitt

Schön, dass Du hier bist. Mein Name ist pixelschmitt. Ich komme aus dem schönen Erlangen und habe inzwischen 40 Länder auf fünf Kontinenten besucht (Tendenz steigend). Begleite mich auf meinen Reisen und bekomme einen Einblick in "The life of a pixelschmitt" :D

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Join the discussion 6 Kommentare

  • Jetzt habt ihr mich fast überzeugt 😉 hätte zwar sicher unheimlich viele Vorteile gerade für mich als Alleinreisende, aber irgendwann empfände ich den Fahrer auch als eine ‚Last‘ und so ein fixer Plan würde mich einengen. Da organisieren ich mir dann lieber ein Taxi auf Tagesbasis. Aber danke auf jeden Fall für die nützliche Route!

  • […] Falls Dir eine Indien-Reise auf eigene Faust doch nicht ganz behagt, aber Du auch keine Gruppenreise machen möchtest, könntest Du auch einen Privatfahrer engagieren. Das würde Dir das Heckmeck mit sämtlichen Rikschas, Bussen und Zügen ersparen, und Du hättest jederzeit einen einheimischen Mann an deiner Seite. Für mich persönlich wäre das zwar nichts, da ich mich viel zu eingeengt fühlen würde, aber Birgit von 331days hat bereits zwei Reisen durch Nordindien und Südindien mit Privatfahrer unternommen und war begeistert. Auch bei Pixelschmitt findest du 5 Gründe, warum Du Indien mit einem Fahrer erleben solltest. […]

  • Benni sagt:

    Hey Pixelschmitt.
    Hast du deinen Fahrer vor Ort spontan gebucht oder hast du dich im Vorfeld schon schlau gemacht?

    Schöner Artikel, danke!

    Grüße, Benni

    • Hi Benni,

      wir haben damals vorab online recherchiert und mehrere Fahrer angefragt. Rinku war damals noch für ein Unternehmen angestellt und so haben wir ihn kennengelernt.

      Ich würde Dir aber schon empfehlen, den Fahrer vorab zu buchen. So hast Du noch viel Zeit, um die Route abzustimmen. Der Fahrer organisiert Dir auch die Übernachtungen und die sind auch nicht alle immer spontan verfügbar.

      Viele Grüße
      Thomas

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