Im Dezember nach Dresden und kein Bock auf Weihnachtsmarkt? Ganz schlechte Idee. Anfang des Monats war ich mit meiner Frau für ein verlängertes Wochenende in Dresden. Über einige Weihnachtsmärkte der Stadt hat uns die liebe Mandy von Travelroads geführt. Es geht doch nichts über einen Local Guide.

Die Weihnachtsmärkte werde ich in meinem Artikel nur am Rande erwähnen. Für detaillierte Informationen empfehle ich Mandys Artikel „Welche 3 Weihnachtsmärkte Du in Dresden nicht verpassen solltest„.

Erste Orientierung: Altstadt, Elbe, Neustadt

Die Elbe trennt die Neustadt von der historischen Altstadt aka Elbflorenz. In der Altstadt findet man die großen Sehenswürdigkeiten wie Frauenkirche, Zwinger und den Striezelmarkt. Darüberhinaus gibt es dort so ziemlich alles, was das Herz busreisender Touristen und Freunde großer Bekleidungsfilialisten (H&M, Primark, …) begehrt.

Die Neustadt hingegen ist die interessante Alternative für alle, die gerne ein bisschen alternativ unterwegs sind und lokale Geschäftsleute unterstützen möchten.

Wohnen in Dresden

Wir haben uns über Airbnb eine schicke Altbauwohnung am Rande der Dresdner Neustadt gesucht. Strategisch gut gelegen, denn die Straßenbahn hält fast direkt vor der Tür. Aber auch zu Fuß waren wir in etwa 20 Minuten in der historischen Altstadt.

Foto via Airbnb

Wer nicht unbedingt über Airbnb in Dresden wohnen möchte, der findet in Dresden Unterkünfte jeglicher Art zu allen möglichen Preisen quer durch die Stadt. Ich kann mir aber vorstellen, dass es vor allem an den Adventswochenenden sehr knapp werden könnte.

Rumkommen: Zu Fuß oder mit der Straßenbahn

Ich erkunde fremde Städte gerne zu Fuß. In Dresden ist das überhaupt kein Problem. Wer gut zu Fuß und warm angezogen ist, kann auch im Winter ein paar schöne Spaziergänge durch die Stadt machen.

Natürlich ist Dresden aber auch mit allen Formen des öffentlichen Nahverkehrs ausgestattet. Die Straßenbahn fährt zum Beispiel fast direkt in die historische Altstadt.

Hop-on-Hop-off-Busse gibt es natürlich auch in Dresden.

 

Ein paar Highlights für den Sightseeing-Trip

Canaletto-Blick

Wenn man sowieso gerade von der anderen Seite der Elbe in die Altstadt läuft, lohnt sich der Abstecher zum Canaletto-Blick. Hier wurde ein großer roter Rahmen aufgestellt, der die Stelle markiert, an der Maler Canaletto seine Staffelei aufgebaut und das  berühmteste Dresden-Gemälde gemalt hat. Im Vordergrund die Elbe und dahinter trohnt die Altstadt.

Einfach auf der rechten Seite der Brücke die Treppe runter bevor es über die Elbe gehen und dann dem Weg etwa 500 Meter folgen. Den Rahmen sieht man eigentlich schon von weitem – dort stehen aufgeregte Touristen mit gezückten Kameras.

 

Oper

Die Oper liegt so ziemlich direkt an der Elbe. Tagsüber ist der Vorplatz dank der Touristenmassen selten leer. Nachts kann man aber das ein oder andere gute Bild schießen. Mich würde ja auch mal das Innere des Gebäudes interessieren und so werde ich versuchen, uns für den nächsten Besuch ein paar Tickets für eine Aufführung zu besorgen.

Zwinger

Wenn man die Oper rechter Hand neben sich lässt und den Theaterplatz überquert, kommt man direkt zum Zwinger. In dem riesigen Gebäude befinden sich verschiedenste Kunstsammlungen wie zum Beispiel die Sammlung „Alter Meister“.

 

Frauenkirche

Während des zweiten Weltkriegs wurde die Frauenkirche und große Teile Dresdens in Schutt und Asche gelegt. Dank enormer Spenden konnte das Bauwerk innerhalb von elf Jahren wieder aufgebaut werden. 2005 wurde der „Neubau“ mit der festlichen Weihe des Gebäudes offiziell eröffnet.

Leider war der Innenraum während unseres Besuchs wegen einer Chorprobe gesperrt. Aber den Turm der Kirche haben wir erfolgreich bestiegen. Den ersten Teil legt man per Aufzug zurück, den Rest dann über verschieden steile Treppen, die sich entlang der Kuppel nach oben schrauben.

Der Ausblick aus etwa 70 Metern Höhe über die Stadt entschädigt aber für alle Strapazen (ok, so anstrengend ist es nun auch wieder nicht).

Frauenkirche Dresden
Neumarkt
01067 Dresden

Kosten für den Besuch der Kuppel
Erwachsene: 8 €
Ermäßigte: 5 €
Familien: 20 €

Öffnungszeiten
November bis Februar
Montag–Samstag 10–16 Uhr
Sonntag 12:30–16:00 Uhr

März bis Oktober
Montag–Samstag 10–18 Uhr
Sonntag  12:30–18 Uhr

(witterungsbedingte Änderungen möglich)

www.frauenkirche-dresden.de

Blick von der Frauenkirche auf den Vorplatz

Blick von der Frauenkirche über die Elbe in Richtung Neustadt

Blick von der Frauenkirche in Richtung Striezelmarkt

Elbterrassen

Im Sommer bestimmt wunderschön sind die Elbterrassen. Hier gibt es viele Sitzmöglichkeiten mit einem schönen Blick über die Elbe. Während unseres Besuchs war es leider immer bewölkt und so luden die Terrassen nicht ganz so zum Verweilen ein.

Hier findet man aber auch viele schöne alte Gebäude, die vor allem abends für Fotografen extrem interessant werden. Noch besser werden die Motive, wenn ein riesiger Schwarm Krähen über die Denkmäler einfällt.

 

102 Meter langer Fürstenzug aus Meißener Porzellan

Mitten in Dresden findet man auch das größte Porzellanbild der Welt. Auf mehr als 23.000 Fliesen aus feinstem Meißener Porzellan, die sich über eine Länge von 102 Metern erstrecken, sieht man die Abbildung eines imposanten Reiterzugs. Schon ziemlich beeindruckend das Ganze … und soviele Friedrichs …

 

Wenn man die Straße ein Stückchen weiterläuft, dann kommt man an einen meiner Lieblings-Foto-Spots in der Stadt.

 

Kleiner Geheimtipp während der Weihnachtszeit

Wer nach dem Weihnachtsmarktbesuch noch Schlittschuhlaufen möchte, findet im Innenhof des Hotels Kempinski eine schöne Eislaufbahn. Der Eingang zum Hotel liegt direkt zwischen Zwinger und dem Grünen Gewölbe.

Öffnungszeiten:
Montag-Freitag von 15 bis 22 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertage von 11 bis 22 Uhr

Eintrittspreise (inkl. Schlittschuhverleih):
Erwachsene EUR 6 (EUR 9)
Kinder EUR 3 (EUR 5)

Wo kann man zwischendurch was essen?

Cafe Central
Altmarkt 6, 01067 Dresden
www.central-dresden.de

In der Altstadt waren wir nur zweimal essen. Einmal sogar direkt am touristischen Striezelmarkt. Weil moosearoundtheworld.de in ihrem Artikel „Von Eierschecke bis Wiegebraten | 5 Restaurant-Tipps für Dresden“  das „Cafe Central“ empfohlen haben, haben wir es auch gleich mal ausprobiert. So teuer war es nicht, das Essen hat auch geschmeckt. Nur der Service hat enorm viel Optimierungspotential.

Markthalle Cafe Prag
Seestraße 10, 01067 Dresden
www.markthalle-cafe-prag.de
Und für einen kleinen Snack waren wir in der Markthalle des „Cafe Prag„. Ich dachte zwar zuerst, dass uns dort Kaffeehauskultur par excellence erwartet. Aber in dem großen Gebäude ist eine Art Food Court untergebracht, in dem man Leckeres aus den verschiedensten Ländern findet. Preislich eher im niedrigen bis mittleren Budgetbereich angesiedelt.

 

Und was kann man an einem verlängerten Wochenende in Dresden noch so anstellen?

In nächster Zeit folgen noch Artikel zu einem Tagesausflug zur Basteibrücke in der Sächsischen Schweiz und eine kleine Tour durch die Dresdner Neustadt.

 

Warst Du schon mal in Dresden? Wie hat es Dir dort gefallen? Hast Du noch ein paar Tipps? Lass mir einfach einen Kommentar da.

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