Nach unseren 3 Nächten auf der Insel Jeju und dem Abstecher in das Jeju Love Land, sind wir wieder zurück auf dem Festland. Die Hafenstadt Busan ist unser Zuhause für die nächsten beiden Nächte. Aber ganz ehrlich, was machen wir hier in der Zeit? Wir hatten mal wieder keine Ahnung.

Das Einzige was wir wussten war, dass es hier einen sehr großen Fischmarkt geben soll und ein schönes Künstlerviertel.

Von Jeju sind wir erst am späten Abend in Busan angekommen. Der Transfer vom Flughafen Busan in die Stadt ist sehr easy. Mit der U-Bahn kommst Du direkt ins Stadtzentrum. Unser Hotel für die beiden Nächte ist das ibis Ambassador Busan City Center (* Affiliate).

Die Lage des Hotels ist für einen Kurztrip sehr gut. Die U-Bahn hält direkt vor der Tür. Angenehmer geht´s kaum.

Den restlichen Abend haben wir mit Planung und Recherche verbracht. Neben Fischmarkt und Künstlerviertel wollen wir auch nach Bulguksa. Aber das ist ein bisschen aufwändiger und kommt im nächsten Artikel.

Wir haben uns zuerst auf Fischmarkt und Culture Village beschränkt.

Jagalchi Fischmarkt in Busan

Den Fischmarkt erreichst Du relativ einfach mit der U-Bahn und musst von dort nur noch ein bisschen laufen.

Schon auf dem Weg zum Fischmarkt kannst Du überall Fisch und anderes Meeresgetier kaufen. Mein Favorit sind die vielen Imbisse, die Dinge verkaufen, die Du vorher bestimmt noch nie gesehen hast. An einem Stand mochten mich die Verkäuferinnen so sehr, dass ich das komplette Angebot durchprobieren sollte. Es war der allgegenwärtige südkoreanische Fish Cake in verschiedensten Geschmacksrichtungen.

Hmm, Fish Cake direkt am Fischmarkt von Busan

Hmm, Fish Cake direkt am Fischmarkt von Busan

Fische auf dem Weg zum Fischmarkt

Der Fischmarkt selbst ist ein mehrstöckiges unspektakuläres Gebäude, das auch gut und gerne eine Industrieproduktion beherbergen könnte.

Der Fischmarkt von Busan - ein Industriebau eben

Der Fischmarkt von Busan – ein Industriebau eben

Im Erdgeschoss des Fischmarkts findest Du Fischhändler, die alles verkaufen, was die Meere hergeben. Fische, Oktopusse, “Penis-Fische” und allerlei anderes. Es ist immer wieder erstaunlich, welche Kreaturen es in den Ozeanen gibt.

Fischmarkt Busan enorme Vielfalt

Hier gibt es nichts, was es nicht gibt

Penisfische

Die Verkäuferinnen versuchen den Touristen unbedingt lebende Oktopusse zu verkaufen. Es gilt als Delikatesse, dem lebenden Oktopus die Beine abzuschneiden, sie mit der Schere klein zu schneiden und in Chilli-Sauce zu dippen. Die noch zappelnden Beinchen sollen angeblich ganz lecker sein.

Als mir eine der Verkäuferinnen aber einen der Oktopusse einfach in die Hand gedrückt hatte, verstehe ich noch weniger, wie man ein Lebewesen bei lebendigem Leib in Stücke schneiden kann.

Du kannst Dir im Erdgeschoss des Fischmarkts von Busan aber auch einfach einen schönen Fisch aussuchen und in das erste Stock bringen lassen. Dort warten viele Restaurants darauf, Deinen Fisch für Dich zuzubereiten. Frischer geht es wohl kaum.

Fischmarkt Busan Restaurant

So sehen die Restaurants im 1. Stock des Fischmarkts von Busan aus

Jagalchi Fischmarkt in Busan – Kurzinfo
52, Jagalchihaean-ro, Jung-gu, Busan
부산광역시 중구 자갈치해안로 52 (남포동4가)

Haltestellen:
Jagalchi oder Nampo Dong.
Der Fischmarkt liegt fast genau in der Mitte zwischen beiden Stationen

Öffnungszeiten:
05-22 Uhr
Geschlossen am ersten und dritten Dienstag jeden Monats

Der Eintritt ist frei

 

Gamcheon Culture Village in Busan

Nach dem Fischmarkt sind wir direkt weiter in das Gamcheon Culture Village. Bis vor ein paar Jahren war das ehemalige Slum der Kriegsflüchtlinge eher verrufen und sehr heruntergekommen. Nachdem Künstler das Gebiet mit viel Farbe und Kunst aufgehübscht haben, wurde es zu einer einem wahren Touristenmagneten.

Gamcheon Culture Village in Busan: Schön farbenfroh!

Gamcheon Culture Village in Busan: Schön farbenfroh!

Das Gamcheon Culture liegt an einem Hang und die Häuser sind herrlich bunt und es gibt dort wunderbare kleine Restaurants, Cafés und Restaurants. Viele haben sogar eine Dachterrasse von der aus Du einen schönen Blick über das gesamte Viertel bis hinunter zum Meer hast.

Gamcheon Culture Village Busan

Blick von einer Dachterrasse im Gamcheon Culture Village Busan

Wenn Du Postkarten verschicken möchtest, dann nutze hier doch die Briefkästen für Post in die Zukunft. An mehrere Orten stehen Briefkästen über die Dir Deine Post entweder drei Wochen oder 1 Jahr später oder zu einem Wunschtermin zugestellt werden.

Gamcheon Culture Village Busan Briefkasten

Dieser Briefkasten verschickt mit 1 Jahr Verzögerung.

Manche nennen das Gamcheon Culture Village übrigens auch das “Santorin Koreas”. Wir fühlten uns aber ständig an brasilianische Favelas erinnert. Wir waren zwar noch nie in einer, aber auf Bildern sehen sie ähnlich aus. Meistens am Hang gebaut und mit vielen kleinen teils sehr bunten Häusern.

Gamcheon Culture Village Busan

Gamcheon Culture Village Busan

Im Gancheon Culture Village gibt es einen schönen und gut ausgeschilderten Rundweg, der Dich an die schönsten Spots im Viertel führt.

Teilweise bekommst Du am Wegrand sogar einen direkten Einblick in das Leben der Bewohner.

Gamcheon Culture Village Busan
203, Gamnae 2-ro, Saha-gu, Busan
부산광역시 사하구 감내2로 203 (감천동)
www.gamcheon.or.kr

Der Eintritt ist frei.

Wie kommst Du hin?
Nimm die U-Bahn der Linie 1 bis zur Toseong Station. Verlasse die U-Bahn an Ausgang 6. An der Ecke biegst Du dann rechts ab und läufst geradeaus weiter bis Du zu deiner Rechten ein Krankenhaus siehst.
Direkt davor fahren die Busse der Linien 2 oder 2-2 direkt bis zum Gamcheon Culture Village.

Die Fahrt dauert nicht lange und kostet nicht viel, aber sie lohnt sich. Denn sonst müsstest Du den steilen Berg zu Fuß erklimmen. Bei sommerlichen schwülen Temperaturen ist das kein Spaß. Große Menschen wie wir werden ihren Spaß im Bus haben, denn der ist wirklich niedrig.

Der Bus hier ist wirklich niedrig!

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