Hannover: Tipps und Orte für 6 Stunden in der Stadt

Wir beide waren beruflich an einem Freitag in Hannover und waren auf der Suche nach Tipps. Vormittags der Termin und der Nachmittag war noch nicht verplant. Wir hatten knapp sechs Stunden Zeit. Aber was sollten wir machen? In Hannover?

Außer, dass hier mal die Weltausstellung und die Cebit stattgefunden haben, wussten wir eigentlich nichts über Hannover. Wir waren ehrlich gesagt auch sehr überrascht, wie weit Hannover von Erlangen entfernt ist. Aber das ist ein anderes Thema.

Eine kleine Umfrage unter unseren Facebook-Freunden war sehr eindeutig.

“Wenn du in Hannover bist, gibt es genau 3 Dinge, die du tun kannst:
1. Nimm einen Zug nach Berlin!
2. Nimm einen Zug nach Hamburg!
3. Nimm einen Zug nach München!”

“Hier gibt´s nichts. Fahr weiter nach Hamburg!”

Wir wollten uns in das Abenteuer Hannover wagen und haben die wenigen Stunden genutzt, um ein bisschen was von der Stadt zu sehen.

Wir waren mal wieder relativ planlos und hatten vorher nur vom tollen Rathaus und den Gärten vor Hannover gehört. Die sollten angeblich sehr an Versailles in Paris oder Sans Soucis in Potsdam erinnern. 

Alle Fotos haben wir mit unseren Smartphones aufgenommen.

Parken in der Altstadt von Hannover

Wir waren mit einem Mietwagen unterwegs und haben das Auto mitten in der Altstadt in einem Parkhaus abgestellt. Von hier konnten wir recht einfach alles mal zu Fuß ablaufen. Das Parken war mit 1,10 €/ Stunde bezahlbar. 
Parken in Hannover
Die Fassade des Parkhauses in Hannover

Hannovers Kirchenruine: Die Aegidienkirche

Fast direkt neben dem Parkhaus haben wir direkt die Ruine der Aegidienkirche entdeckt. Von der Kirche steht noch der Kirchturm, das Kirchenschiff wurde im Jahr 1943 bei Bombenangriffen auf Hannover zerstört. 

Heute sind von dem Gebäude nur noch die Außenmauern übrig. Das Kirchenschiff kannst du heute noch betreten und es ist schon ein unangenehmes Gefühl. 

Beim Eintreten durch die großen Türstöcke erwartest du das Erlebnis einer normalen Kirche. dunkler Raum, bunte Glasfenster, eine Orgel, ein Altar und vor allem Bänke. Aber hier ist nichts. Stattdessen blickst du direkt in den Himmel und siehst den von Efeu umrankten Kirchturm. 

Die Aegidienkirche ist nicht umsonst ein Mahhmal für die Opfer von Kriegen und Gewalt.

Wenn du zum Fuß des Kirchturms läufst entdeckst du eine Glocke. Diese Glocke ist eine Friedensglocke und wurde von Hannovers Partnerstadt Hiroshima gestiftet. 

Wenn jährlich am 6. August in Hiroshima den Opfern des verheerenden Atombombenangriffs gedacht wird, erklingt auch diese Glocke in Hannover.

Hannover Tipps: Aegidienkirche

Neues Rathaus von Hannover

Einen kurzen Spaziergang von der Aegidienkirche entfernt, siehst du schon das mächtige Neue Rathaus von Hannover. Du wirst aber eher denken, dass du vor einem Schloß stehst als vor einem schnöden Rathaus. Der Begriff Prachtbau trifft es ganz gut, denn das Gebäude ist über und über verschnörkelt und mit kleinen Details versehen.

Das Neue Rathaus von Hannover kannst du auch von innen besichtigen. Das prunkvolle Äußere setzt sich im Inneren fort. Die große Eingangshalle ist sehr beeindruckend. Sehr interessant sind die vier Modelle in den Ecken des großen Raums. Sie zeigen Hannover zu verschiedenen Zeiten: Im Jahr 1969, vor dem Zweiten Weltkrieg, mit den Zerstörungen im Jahr 1945 und heute. Der Eintritt ist frei.

Für 3,50 Euro kannst du auf den zentralen Turm des Neuen Rathauses fahren. Die ersten Stockwerke legst du mit einem normalen Aufzug zurück. Ab hier musst du ein bisschen warten. 

Der Bogenaufzug bringt dich entlang der Kuppel nach oben. Wegen der besonderen Bauweise können nur maximal 5 Personen gleichzeitig fahren. Wenn viel los ist, kann die Wartezeit schon mal 20 Minuten oder mehr betragen. 

Achtung: der Aufzug ist nichts für Menschen mit Höhenangst. 

Der Bogenaufzug am Neuen Rathaus von Hannover hat zwei Finessen:

1. Decke und Boden sind verglast.
Wenn du das magst, kannst du dir im Detail die Konstruktion des Aufzugs und die Strecke anschauen

 

2. Der Aufzug kippt auf halber Strecke
Der Aufzug legt eine Höhe von 50 Metern zurück und ist weltweit einzigartig. Nachdem er dich zuerst senkrecht nach oben bringt, kippt er auf halber Strecke um 17 Grad und passt sich so der Strecke entlang der Kuppel an. 

 

Oben angekommen bringt dich eine Wendeltreppe zu den verschiedenen Aussichtsplattformen. Von hier wirst du aus knapp 100 Metern Höhe mit einem wunderbaren Blick über Hannover und den Maschpark belohnt. Der riesige Park grenzt direkt an das Neue Rathaus und ist vor allem im Sommer eine willkommene Ruheoase in der Innenstadt.

Auf einer Ebene sind Schautafeln angebracht, die dir die Gebäude und Orte in der Gegend genauer erklären. Von hier aus kannst du auch schon die Herrenhäuser Gärten erahnen.

Auf dem Weg zurück zum Auto sind wir noch ein bisschen durch Hannovers Innenstadt geschlendert. Ist eigentlich echt ganz schön hier. Mal schauen, vielleicht kommen wir mal wieder mit mehr Zeit hier vorbei.

Neues Rathaus von Hannover
Kuppelaufzug
Tramplatz 2
30159 Hannover

Öffnungszeiten
Mo – Fr 09:30 – 17:30 Uhr
Sa/So/Feiertage 10:00 -17:30 Uhr
3,50 € für Erwachsene
2,00 € ermäßigt

#thepixelschmitts vor dem Neuen Rathaus von Hannover

Aber auch Hannovers historische Innenstadt kann sich wirklich sehen lassen.

Herrenhäuser Gärten von Hannover

Gegen kurz nach 16:30 Uhr sind wir an den Herrenhäuser Gärten angekommen. Die Gärten liegen ein gutes Stück außerhalb der Innenstadt und sind sehr gut zu erreichen.

Wenn Du mit dem Auto anreist, gibt es viele Parkplätze in unmittelbarer Nähe.
Die Straßenbahn hält direkt vor dem Haupteingang. Also alles kein Problem.

Die Herrenhäuser Gärten sind mehrere Gärten in unterschiedlichen Größen und Aufmachung: 

  • Großer Garten
  • Berggarten
  • Georgengarten
  • Welfengarten

Unbestrittenes Highlight ist der Große Garten, der schon aufgrund seiner Größe absolut beeindruckend ist. Er zählt zu den bedeutendsten Barockgärten in Europa.

Der Zugang zu den Gärten befindet sich in dem Schloss Herrenhausen und ab hier wirst du wirklich begeistert sein – selbst wenn du kein Gartenfreund bist.

In den Gärten gibt es viele Springbrunnen und eine riesige Fontäne. Das Wasser erreicht hier eine Höhe von bis zu 70 Meter.

Die Anlage ist sehr schön angelegt und du kannst hier locker mehrere Stunden verbringen.

Wenn Du dich nicht gerade im künstlich angelegten Labyrinth verläufst, ist die Orientierung hier sehr einfach. Zur Sicherheit bekommst du am Eingang aber auch eine Karte.

Herrenhäuser Gärten Hannover
​Herrenhäuser Straße 4
30419 Hannover

Gesamtkarte (Eintritt Großer Garten + Berggarten + Museum Schloss Herrenhausen): 8,00 €

Öffnungszeiten
Großer Garten: 9:00 – 19:00 Uhr
Berggarten: 9:00 – 19:00 Uhr

Letzter Einlass: 1 Stunde vor Schließung

Auf der anderen Straßenseite haben wir noch einen kleinen Teil des Berggartens besucht. In den großen Gewächshäusern findest du Kakteen, Orchideen und allerlei tropische Pflanzen.

Abendessen an der Leine: Biergarten Dornröschen

Im Schlossgarten gibt es auch ein Restaurant mit gehobener Gastronomie. Wir hatten aber mehr Lust auf einen schönen Biergarten und haben den Biergarten Dornröschen entdeckt.

Vom Schlossgarten sind es mit dem Auto etwa 10 Minuten Fahrzeit, obwohl der Biergarten fast direkt hinter dem Schlossgarten liegt.

Angekommen sind wir dann in einem schönen Stück Natur. Direkt am Fluss Leine gelegen, findest du den Biergarten inmitten großer Bäume. Die Tische haben alle Blick auf den Fluss. Wenn du keinen Tisch brauchst, kannst du dich auf eine der Bänke setzen. Der Biergarten gilt als der älteste Biergarten Hannovers

Das Essen ist bodenständig und bezahlbar. Bedienung gibt es keine, du holst dir entweder in der kleinen Hütten oder im großen Haupthaus Essen und Getränke und bringst die leeren Teller dort auch wieder selbst hin zurück.

Biergarten Dornröschen Hannover
​In den Kämpen 54
30167 Hannover

 

Öffnungszeiten
Mo: Ruhetag
Di – Fr: 14:00 – 22:00 Uhr
Sa: 12:00 – 22:00 Uhr
So: 12:00 – 20:00 Uhr

So lange waren wir in Hannover unterwegs

Für die gesamte Tour haben wir uns inklusive Abendessen sechs Stunden und 15 Minuten gegönnt. Die Zeit war voll ausreichend und wir haben ohne Stress alles gesehen, was wir sehen wollten.

Hinweis zur Transparenz: Dieser Beitrag entstand ohne Kooperationen oder Ähnliches. Wir haben alles selbst bezahlt und berichten aus freien Stücken über unseren Aufenthalt in Hannover.

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