6 Gründe, warum Du jetzt noch nach Kuba reisen musst

Jeder will aktuell nach Kuba! Nach dem Motto: „Schnell hin, bevor sich alles ändert“ sind jetzt schon viele Reisende ganz heiß auf eine Reise nach Kuba. Ich selbst war aus dem gleichen Grund im August 2015 für 2 Wochen auf Kuba.

 

1. Die US-amerikanischen Touristen sind noch nicht da

US-Präsident wird am 21. März 2016 in Havanna eintreffen. Er ist der erste US-Präsident seit 88 Jahren, der kubanischen Boden betritt.

Nach Jahren des Embargos ist das ein wunderbares Zeichen der Freundschaft und sehr gut für die Menschen. Es wird Visa-Erleichterungen geben und die kubanische Bevölkerung wird von der Öffnung auf jeden Fall profitieren.

Aber andere befürchten von dieser Öffnung, dass Kuba die neue (alte) Party-Destination für US-Touristen werden könnte. Zustände wie beim Spring Break in Florida oder Cancun werden schon vorhergesagt.

 

2. Es gibt noch kein Starbucks, McDonalds oder KFC

Kuba und Nordkorea sind die beiden einzigen Länder der Welt, in denen es offiziell kein Coca-Cola gibt. Präsident Barack Obama hat bei seinem Staatsbesuch im März 2016 mehrere hochkarätige Manager dabei, die die Lage sondieren und wertvolle Verträge abschließen möchten.

Natürlich werden neben den Touristik-Unternehmen und großen Hotelketten aber natürlich auch die klassischen Franchise-Ketten aufschlagen.

Wenn Du Kuba also noch ohne McDonalds, Starbucks und Co. erleben möchtest, dann solltest Du sobald wie möglich nach Kuba reisen

 

3. Es gibt in Kuba noch überall die wunderbaren Oldtimer

Im ganzen Land fahren noch die wunderbaren Oldtimer in Kuba durch die Städte. Wenn sich das Land öffnet, werden sich vielleicht bald die ersten Sammler die besten Stücke sichern. Und andersrum werden bald die ersten Neuwagen in das Land kommen.

Für die Bevölkerung Kubas ist es aber wahrscheinlich ein enormer Gewinn. Die Oldtimer sind teilweise über 50 Jahre alt und werden notdürftig geflickt und am Leben gehalten. So mancher Kubaner wünscht sich wohl schon lange einen Neuwagen.

Oldtimer in Kuba: Ein Grund für eine Reise nach Kuba

Havanna, Kuba: Die polierten Oldtimer für die Stadtrundfahrt stehen bereit

 

4. In Kuba stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis noch einigermaßen

Die Rechnung ist ja ganz einfach: Es kommen immer mehr Touristen nach Kuba und die Gästezimmer, Mietwagen und anderen touristischen Einrichtungen sind nur begrenzt vorhanden.

Dann gilt das alte Prinzip von Angebot und Nachfrage.

Und weil ein hoher Preis aber nicht immer auch bessere Qualität mit sich bringt, werden einige Touristen in Kuba das Gefühl haben, über den Tisch gezogen zu werden.

 

5. Die Menschen in Kuba sind noch herzlich

So sehr ich es mir wünsche, kann es schnell passieren, dass die Menschen in Kuba ihre Herzlichkeit verlieren.

Wenn Touristen nach Kuba kommen, die mit den Dollarscheinen nur so wedeln, dann verändert das eben leider die Menschen, die damit konfrontiert werden.

 

6. Der einzigartige Flair Kubas besteht noch

Die Städte Kubas haben ihren eigenen Flair. Die Kolonialarchitektur, die an manchen Stellen schon fast zusammenfällt. Die quietsch-bunten Häuser zwischen Ruinen.

Menschen, die ihre Freizeit zusammen mit Nachbarn und Freunden in den Straßen verbringen. Die laute Musik und eben der einzigartige Flair, der Kuba ausmacht.

Urlaub in Kuba

Der einzigartige Flair Kubas ist schwer zu beschreiben. Du musst ihn erleben

Wenn jetzt finanzstarke Investoren ins Land kommen, werden viele Häuser renoviert werden. Menschen, die sich jetzt noch ein Leben in den Innenstädten leisten können und so die einzigartige Atmosphäre schaffen, werden vielleicht in Zukunft die Mieten nicht mehr bezahlen können. Im schlimmsten Fall werden weitere seelenlose Hochhaussiedlungen vor den Städten entstehen.

Die Menschen müssen die Innenstädte verlassen und zum Beispiel Havanna wird ein begehbares Open-Air-Museum. Mit 1a renovierten Baudenkmälern und vielen internationalen Ketten für die zahlungskräftigen Touristen. Aber die Atmosphäre und der Flair gehen leider komplett verloren. Gentrifizierung par excellence!

 

Aber warum die Angst? Was wird sich denn ändern, sobald sich das Land öffnet?

Ein Vertreter der Reisebranche rät sogar aktuell von einer Reise nach Kuba ab: “Wir raten den Leuten von Kubareisen ab. Die Alternative sind Rundreisen in der Dominikanischen Republik. Hier ist die touristische Infrastruktur einfach deutlich besser.” (Quelle)

 

Bitte versteh diesen Artikel nicht falsch: Ich freue mich über die Öffnung des Landes, aber andererseits würde ich mich sehr freuen, wenn sich Kuba seine Abgeschiedenheit bewahrt.

Es ist aber sehr egoistisch, den Kubanern das zu verwehren, was für uns selbst verständlich ist: Volle Supermarktregale, freies Internet, Reisefreiheit, …

Und das alles nur, um für Touristen den Status Quo und das Erlebnis Kuba zu erhalten?

Natürlich sind die Oldtimer schön anzusehen. Aber 50 Jahre alte Autos machen eben auch Probleme, verbrauchen viel Kraftstoff und sind sehr teuer im Unterhalt. Ich kann es voll und ganz verstehen, wenn Kubaner sich einen sparsamen neuen Kleinwagen wünschen.

Ich hoffe, dass die Verantwortlichen es schaffen, das Land behutsam zu öffnen. Das gilt sowohl für die kubanische Seite als auch die Investoren, die gerade in den Startblöcken stehen. Ideal wäre es, wenn alle Kubaner von der Öffnung profitieren und nicht nur ein paar geschäftstüchtige Investoren.

In diesem Sinne: Bienvenido a Cuba, Mr. Obama!

Wie siehst Du das?
Jetzt noch schnell nach Kuba?
Oder erstmal abwarten, wie sich die Lage entwickelt?