Mexiko Rundreise: 9 tolle Ziele für 4 Wochen Urlaub

pixelschmitts in Merida

Wir sind im Dezember 2019/Januar 2020 für 4 Wochen auf eigene Faust durch Mexiko gereist. Hier findest du unsere Route - und was wir heute nach der Reise anders machen würden.

Wir hatten in Mexiko eine sehr gute Zeit. Aber auch ein paar Sachen falsch geplant. Wir erklären dir in diesem Artikel, wo wir waren und am Ende erfährst du genau, wie wir vier Wochen in Mexiko heute planen würden.

Vor der Reise haben wir uns schon gefragt “Ist Urlaub in Mexiko gefährlich?“In dem verlinkten Artikel schildern wir dir unsere Eindrücke.

Unsere Route durch Mexiko: Das waren unsere Stopps für 4 Wochen
Unsere Route durch Mexiko: Das waren unsere Stopps für 4 Wochen

Mexico City - 5 Nächte

Blick auf Mexico City
Blick auf Mexico City

Als Einstieg für Mexiko war Mexico City nicht mal so schlecht.

Wir hatten ein schickes Airbnb abseits vom Trubel und konnten uns langsam an die Stadt wagen.

Mexico City ist einfach riesig, chaotisch, laut und ein großer Smog-Pool.

Aber trotzdem gibt es in der Stadt wirklich viel zu sehen. Museen, Parks, Tempel, Kathedralen oder mexikanisches Wrestling

Auch ein Ausflug zu den Tempeln von Teoticuhan sollte bei dir auf dem Plan stehen. Du kannst das mit UBER und den öffentlichen Bussen auch wirklich sehr einfach selbst organisieren.

Die Viertel Roma und Condesa sind sehr kosmopolitisch und du fühlst dich eher wie in Berlin oder New York als in Mexiko Stadt.

Das hätten wir in Mexico City anders gemacht:
Eigentlich nichts. Wir fanden Mexico City sehr angenehm und haben unsere Zeit sehr sinnvoll genutzt. Wir würden definitiv wiederkommen und noch mehr von der Stadt erkunden.

Oaxaca - 5 Nächte

Oaxaca: Die Ruinen von Monte Alban
Oaxaca: Die Ruinen von Monte Alban

In sechs Stunden sind wir mit dem ADO Bus von Mexico City nach Oaxaca gefahren.

Eine unspektakuläre Fahrt, die teilweise aber landschaftlich wirklich schön ist. Weite Ebenen voller Kakteen.

Was uns auch irgendwann aufgefallen ist: Auf einmal siehst du den Himmel ohne den Smogfilter der Hauptstadt. Die Stadt Oaxaca hat uns wirklich sehr gut gefallen. Sie ist schön entspannt und die Menschen waren alle nett.

Das Essen auf den Märkten war lecker und vielseitig. In der näheren Umgebung findest du diese Ausflugsziele

  • Monte Alban
  • Hierve del Agua
Das hätten wir in Oaxaca anders gemacht: Auch hier waren wir recht zufrieden mit unserer Zeit. Gesundheitsbedingt waren wir hier länger als geplant, aber das war gut so. Wir haben alles gesehen und die entspannte Stadt haben wir zur Genüge erkundet.

Merida - 6 Nächte

pixelschmitts in Merida
pixelschmitts in Merida

Nach Merida sind wir per Inlandsflug in weniger als zwei Stunden gereist.

Eigentlich wollten wir die Strecke per Bus hinter uns bringen und noch ein paar weitere Stationen einbauen. Aufgrund Angst und Respekt vor den langen Busfahrten haben wir uns anders entschieden.

In Merida herrscht ein absolut anderer Vibe als in Oaxaca. Die Nähe zu Cancun und dem Highlight Chichen Itza merkst du sofort.

Auf einmal triffst du wirklich viele US-Amerikaner und Urlauber mit All inclusive Bändchen am Arm, die für einen Tagesausflug in der Stadt sind.

Nichtsdestotrotz ist Merida eine schöne Stadt. Die Orientierung in den Straßen ist wegen der Anordnung im Schachbrettmuster sehr leicht.

In Merida haben wir wegen gesundheitlicher Probleme ein paar Tage mehr verbracht als geplant. Aber das war dringend notwendig. Rund um Merida findest Du:

Flamingos

Etwa zwei Autostunden westlich von Merida entfernt, findest du das Biosphärenreservat von Celestun. Hier gibt es viele Tiere und Natur. Ein Highlight sind die Flamingos. Mehrere tausend Flamingos sind hier zuhause und im Rahmen einer Bootstour kannst du sie sehen. Wenn du Glück hast. Wir hatten Pech und haben etwa 20-30 Stück gesehen.
Flamingos in Celestune: Es waren echt wenige - uns sehr weit entfernt
Flamingos in Celestune: Es waren echt wenige - uns sehr weit entfernt

Chichen Itza

Chichen Itza ist wohl das Highlight jeder Mexiko-Reise. Sehr beeindruckend eins der Weltwunder der Moderne. Entsprechend voll kann es hier werden. Mit dem Auto bist du von Merida in etwa 90 Minuten am Parkplatz. Komme früh (weit vor 8 Uhr morgens), um den Touren zuvorzukommen. Sonntags haben mexikanische Staatsbürger (wie in den meisten Museen landesweit) freien Eintritt, so dass es hier zusätzlich voller werden kann.

Mehrere tausend Flamingos sind hier zuhause und im Rahmen einer Bootstour kannst du sie sehen. Wenn du Glück hast. Wir hatten Pech und haben nur 20-30 Stück gesehen.

DAS Highlight jeder Reise nach Mexiko: Chichen Itza
DAS Highlight jeder Reise nach Mexiko: Chichen Itza

Uxmal

Ebenfalls sehr beeindruckend und weniger voll, sind die Ruinen von Uxmal. Sie liegen südlich von Merida und du brauchst mit dem Auto etwa eine Stunde.Das Gelände ist sehr weitläufig und du kannst hier wirklich viel entdecken. Kleines Highlight sind die vielen großen Iguana-Echsen, die überall auf dem Gelände unterwegs sind.
Die Ruinen von Uxmal: Beeindruckend und nicht so überlaufen
Die Ruinen von Uxmal: Beeindruckend und nicht so überlaufen

Das hätten wir in Merida anders gemacht:

Chichen Itza von Valladolid aus

  • Wir hätten uns wahrscheinlich für Übernachtungen in Valladolid entschieden, um schneller in Chichen Itza zu sein.
  • Die Fahrt dauert nur 40 Minuten, so dass du nicht ganz so früh aufbrechen musst.
  • Alternativ hätten wir dann auch mit dem ADO Bus fahren können.
    Von Valladolid nach Chichen Itza.
  • Hier kannst du dein Gepäck an der Kasse einsperren lassen.
  • Nach der Besichtigung dann mit dem ADO weiter nach Merida.

Die Flamingos würden wir uns sparen
Wir haben keine Flamingos gesehen. Deswegen sind wir nicht so gut auf den Ausflug zu sprechen. Du kannst nur mit einem Boot zu den Flamingos fahren. Das Boot kostet für max. sechs Personen pauschal 1.800 Pesos. Knapp 90 €.
Dafür dauert die Fahrt dann auch genau 1 Stunde.

Campeche - 1 Nacht

Campeche: Entspannt, aber nicht wirklich aufregend
Campeche: Entspannt, aber nicht wirklich aufregend

Campeche war unsere Zwischenstation auf dem Weg nach Xpujil und zu den Ruinen von Calakmul. 

Ehrlich gesagt, passiert in Campeche nicht viel. Der historische Stadtkern mit den bunten Häusern ist wirklich schön. Es wohnt aber kaum noch jemand in den Häusern. Viele Häuser sind verlassen und verfallen. Die früheren Einwohner wohnen außerhalb der Altstadt in neuen Häusern.

Für uns hat eine Nacht voll ausgereicht. Ein bisschen durch die Altstadt spazieren, einmal an dem Malecon (Küstenstraße) entlanglaufen. Das war´s dann auch schon.

Trotz Höchstsaison am 31.12.2019 war die Stadt wie ausgestorben und wir sind direkt am anderen Morgen weitergefahren.

Xpujil/Calakmul - 1 Nacht

Calakmul: Tief im Dschungel
Calakmul: Tief im Dschungel

Die Stadt ist der Ausgangspunkt zu den Ruinen von Calakmul.
Aber selbst von hier aus fährst du erst nochmal 45 Minuten auf der Hauptstraße in Richtung Campeche. Ab der Kreuzung fährst du zusätzliche 60 Minuten durch den Dschungel in Richtung Guatemala. Also, wenn die Guides fahren. Denn die rasen, obwohl nur 30 erlaubt ist. Als Selbstfahrer wirst du viel länger brauchen.

Calakmul lohnt sich aber definitiv. Die drei Hauptruinen sind wunderschön und du wirst viele Affen und sogar Tukane sehen. Von hier kannst du sogar bis nach Guatemala sehen. Am Horizont endeckst du die Ruine El Mirador, die 40 Kilometer von Calakmul entfernt ist.

Das hätten wir in Xpujil anders gemacht:
In Xpujil sind wir nachts um 19 Uhr angekommen, haben kurz übernachtet, sind früh zu einer Tour nach Calakmul aufgebrochen und abends dann direkt weiter nach Bacalar gefahren. Das hat funktioniert, aber es war sehr stressig.

Wir würden zwei Nächte machen, entspannt nach Calakmul fahren, uns die Fledermaushöhle anschauen (haben wir leider zeitlich mit der Tour nicht geschafft) und am anderen Tag entspannt die Ruinen rund um Xpujil erkundet und sogar noch weitere Ruinen in der näheren Umgebung.

Bacalar - 3 Nächte

Die Lagune von Bacalar: pixelschmitt am öffentlichen Steg
Die Lagune von Bacalar: pixelschmitt am öffentlichen Steg

Die Lagune von Bacalar ist wunderbar, um ein paar Tage zu entspannen. Das beste: Das Wasser ist Süßwasser und die Lagune nicht wirklich tief. Strömung gibt es auch kaum. Aber die Winde können wirklich sehr stark sein.

Fahre mit dem Kanu durch die Lagune und belohne dich abends mit dem Essen aus einem der leckeren Restaurants.

So wie wir das einschätzen, entwickelt sich Bacalar gerade enorm. Wir hoffen sehr, dass die Entwicklung anders verläuft als in Tulum.

In Bacalar ist alles noch sehr entspannt, aber man merkt schon die Touristen, die aus Tulum in die Stadt kommen.

Das hätten wir in Bacalar anders gemacht:
Unser Airbnb lag nicht direkt am Wasser. Beim nächsten Mal würden wir uns eine Unterkunft direkt an der Lagune leisten. Es lohnt sich, denn die öffentlichen Badestellen sind rar und sehr überlaufen.

Tulum - 3 Nächte

Tulum als Klischeebild: Ruinen am Strand und ein fotogener Iguana
Tulum als Klischeebild: Ruinen am Strand und ein fotogener Iguana
In Tulum hatten wir das erste Mal Kontakt zu den Auswüchsen des Massentourismus. Tulum ist weltbekannt für die Ruinen direkt am Meer und die tollen Strände. Aber dementsprechend voll ist es hier. Die Stadt wächst sehr ungesund und das merkt man als Tourist auch sehr schnell.

Das hätten wir in Tulum anders gemacht:
Die Ruinen von Tulum sind wirklich sehenswert, aber die Strände sind leider völlig überlaufen. Viele Strandabschnitte sind auch von großen Hotelanlagen belegt.
In Tulum herrschte ein sehr schräger Vibe und wir haben uns hier das einzige Mal in Mexiko unwohl gefühlt.

Wir würden lieber nur 1 Nacht bleiben, die Ruinen am frühen Morgen besuchen und uns woanders ein ruhiges Plätzchen suchen.

Cozumel - 5 Nächte

Traumstrand auf der Insel Cozumel

Wir hatten gehört, dass Cozumel einfach wunderbar sein soll. Strahlendweiße Strände und eine atemberaubende Unterwasserwelt.
Die Bilder auf Pinterest und Instagram hatten auch wirklich nicht gelogen.

Was sie aber nicht zeigen: Cozumel hat einen der meist angefahrenen Kreuzfahrthafen der Welt und so kamen 2019 1,4 Millionen Passagiere auf 403 Kreuzfahrtschiffen auf die Insel. Und das merkst du leider sehr schnell.
Die Gäste kommen für wenige Stunden auf die Insel, machen geführte Touren, bezahlen völlig überzogene Preise un US-Dollar und abends verlassen sie die Insel wieder. Am nächsten Tag geht das Spiel wieder von vorne los.

An einem Tag lagen sechs (!) Kreuzfahrtschiffe vor Anker. Und am Tag darauf zwei Kreuzfahrschiffe, die nacheinander die größten der Welt waren.

Nicht falsch verstehen: Cozumel ist eine tolle Insel mit tollen Stränden. Es gibt vor allem auf der rauhen Ostseite ruhigere Strände.
Aber die vielen Kreuzfahrtschiffe sind nicht gut. Und vor allem nicht für so eine kleine Insel.

Das hätten wir in Cozumel anders gemacht: Wir hätten weniger Tage auf Cozumel verbracht.

Cancun - nur Flughafen

Von Cancun haben wir nur den Flughafen gesehen. Mehr wollten wir von Cancun nicht sehen, denn wir mögen keine Hotelburgen.

So würde unsere Route durch Mexiko aussehen, wenn wir sie heute nochmal planen.

Wir wussten vor der Reise nicht wirklich, wie es in Mexiko ist. Ist das Reisen leicht? Wie sind die Busse? Ist das Land überhaupt sicher?
Als Fallback-Lösung haben wir sogar auch überlegt, das Land spontan zu verlassen, wenn es wirklich schlimm wäre. Das ist zum Glück aber nicht passiert.

Im Nachhinein betrachtet, haben wir schon viel Zeit an wenigen Orten verbracht.

In 4 Wochen wäre aber locker auch diese Route möglich gewesen.
Vor allem wissen wir, dass die Yucatan-Halbinsel zwar leicht zu bereisen ist. Aber authentisch ist sie nicht wirklich.

Je näher du an Cancun kommst, desto massentouristischer wird es. Du kannst alles in US-Dollar zahlen und die Preise in den Läden und Restaurants sind um ein vielfaches höher als in Oaxaca und Mexico City.

Kurz: Wir würden mehr Zeit abseits der Touristenströme verbringen. Das heißt, alles südlich von Bacalar.

Und so würde unsere Route aussehen, wenn wir nochmal vier Wochen Urlaub in Mexiko planen würden.

  • Mexico City
  • Oaxaca
  • Puerto Escondido
  • Mazunte
  • San Cristobal de las Casas
  • Palenque
  • Xpujil
  • Bacalar
  • Tulum
  • Valladolid
  • Merida
  • Cancun (Abflug

Die Strecken würden wir heute definitiv per ADO Bus hinter uns bringen.

3 Gedanken zu „Mexiko Rundreise: 9 tolle Ziele für 4 Wochen Urlaub“

  1. Schön, dass Euch Mexiko gefallen hat, ist eins meiner Lieblingsländer.

    Die Alternativroute sieht besser aus für immerhin 4 Wochen. Ich würde aber Puebla und Cholula unbedingt mitnehmen auf dem Weg nach Oaxaca. Ein Tag reicht zur Not.

    Auch Peten in Guatemala würde ich mitnehmen, insbesondere Flores und Tikal. Das ist von Palenque aus super und mit einer sehr schönen Fahrt zu erreichen – vom Rest Guatemalas aus hingegen eher schlecht.

    Weiterreise nach Bacalar wäre dann über Belize, entweder via Caye Caulker (teuer!) oder über Land mit Geheimtipp Cerros (Tulum in klein, aber ohne Touris).

    Antworten
    • Ja, wir würden die Route definitiv anders machen. Aber so war es auch OK. Wir hatten genug Zeit, um einfach mal anzukommen.

      Danke für die Belize-Tipps. Belize haben wir uns als nächstes Ziel vorgenommen. Mal schauen, wann wir es dorthin schaffen.

      Viele Grüße
      Thomas & Kristina

      Antworten

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