Wir hatten einen Mietwagen und nur 1 Woche Zeit in Andalusien. Wir wollten aber so viel sehen. Deswegen haben wir Andalusien im Eiltempo erkundet. Reiseführer empfehlen 2-3 Wochen für unsere Route. Wir haben trotzdem alles in der knappen Zeit geschafft. Klar, wir haben manche Sachen einfach nur schnell angeschaut und sind weiter. Aber: So reisen wir manchmal eben nun mal.

Unsere Route mit dem Mietwagen betrug knapp 1.200 Kilometer und führte uns an folgende Stationen in Andalusien
Malaga
> Alozaina
> Ronda
> Gibraltar
> Tarifa
> Punta Paloma
> Cape Trafalgar
> Vejer de la Frontera
> Cadiz
> Jeres de la Frontera
> Sevilla
> Cordoba
> Granada
> Frigiliana
Malaga

Mit dem Mietwagen durch Andalusien – Tag 1: Malaga > Alozaina (55 Kilometer)

Los ging´s in Malaga. Direkt aus Nürnberg sind wir abends in Malaga gelandet und haben nicht viel Zeit verloren. Direkt im Terminal konnten wir unseren Mietwagen von Hertz entgegennehmen und sind dann direkt raus aus der Stadt in Richtung Ronda gedüst.

Gegen 20 Uhr haben wir auf halber Strecke gestoppt und in der Stadt Alozaina übernachtet. Hier hat sich unser kleiner Audi A1 als ideales Auto für die Gegend bewährt.

Die Straßen und Parkmöglichkeiten sind teilweise so eng, dass es mit einem größeren Mietwagen bestimmt keinen Spaß macht. Mit einem Camper sind manche Städte wohl nur für wirklich geübte Fahrer zu empfehlen.

Die Stadt hat nicht viel zu bieten, aber sie war genau richtig als erste günstige Übernachtung auf halbem Weg nach Ronda.

Mit dem Mietwagen durch Andalusien – Tag 2: Alozaina > Ronda > Gibraltar > Tarifa (250 Kilometer)

Am frühen Morgen des zweiten Tages sind wir direkt durchgestartet nach Ronda. Die Straße führt schön durch die Berge und bietet stellenweise echt atemberaubende Ausblicke.

Nach Ronda kommen die vielen Touristen vor allem wegen der besondere Lage der Kleinstadt. Die beiden Stadtteile werden von einer 100 Meter tiefen Schlucht getrennt.

Mietwagen Rundreise in Andalusien

Diese Schlucht wird von drei Brücken überspannt. Die bekannteste und fotogenste Brücke ist die Puente Nuevo (Neue Brücke). Sie stammt immerhin aus dem 18. Jahrhundert.

Mietwagen Rundreise in Andalusien Ronda

Mietwagen Rundreise in Andalusien

Rondas Altstadt ist an einem halben Tag locker erkundet. Sie ist sehr schön, vor allem dank der vielen Gebäude, denen Du den maurischen Stil ansiehst.

Für Ronda empfehle ich Dir, früh in der Stadt zu sein oder am Besten gleich hier zu übernachten. Ab 11 Uhr fallen die Reisegruppen in die Stadt ein und dann wird es echt voll in den Straßen.

Was gibt es alles in Ronda zu sehen:

  • Die Stierkampf-Arena, in der die aktuellen Stierkampf-Regeln entwickelt wurden. Also, wie das Tuch zu halten ist, Stil, Posen und alles, was dazu gehört.
  • “La Casa del Rey Moro” ist ein wunderbares Anwesen direkt an der Schlucht mit einem toll angelegten Garten. Vom Garten führt eine Mine über viele steile und feuchte Stufen hinunter in die Schlucht, so dass Du direkt am Fluss stehst (Eintritt)
  • Verschiedene Aussichtspunkte rund um die Neue Brücke. Denke dabei aber an den Sonnenstand. Für das tolle Foto von der Brücke solltest Du sehr früh auf der Westseite stehen, sobald die Sonne noch tief steht. Später wird es sehr schwer mit guten Fotos.
  • Ohne Gebühren kannst Du von hier auch direkt unter die Brücke laufen. Der Weg ist an einer Stelle ein bisschen versteckt, aber Du wirst ihn finden. So landest Du dann direkt unter der Brücke am Fluß und siehst sogar den Ausgang der Mine des La Casa del Rey Moro

Ausgewählte Kosten auf der Strecke
Eintritt Casa del Rey Moro: 5 €/ Person
Parken: 10,05 €
Autobahnmaut: 3,70 €

Gibraltar war eher nicht so unser Fall. Klar ist es lustig, in Spanien auf einmal auf britischem Staatsgebiet zu stehen. Inklusive roter Telefonzellen, Doppeldecker und Bobbies. Aber es war hier auf einmal so schrecklich voll auf den Straßen.

Allein, um nach Gibraltar zu kommen, haben wir dreimal die Ausfahrt verpasst. Irgendwie hat es einfach nicht gepasst. Wir wollten dann noch mit der Seilbahn zu den Affen fahren.

Aber der Preis von knapp 40 Euro zu zweit für eine sechsminütige Gondelfahrt (hin und zurück) war uns dann doch zu hoch.

Damit der Stress nicht komplett umsonst war, haben wir auf eigene Faust die berüchtigten Affen gesucht. Wir haben sie dann auch gefunden. Aber an einem nicht so tollen Ort, der eher an eine Müllhalde erinnerte – immerhin mit Blick aufs Meer.

Vom hektischen Gibraltar ging es dann weiter nach Tarifa. Und hier war es ja nur entspannt.
Du merkst einfach, dass hier internationale Kite-Surfer-Dudes ein und aus gehen. Dementsprechend laid back ist die Stimmung. Kein Stress. Alles sehr entspannt. Schöne Cafés, tolle Tapas Bars – einfach alles toll.

Wenn da nur nicht der extrem starke Wind wäre. Aber der muss wohl sein in einer Stadt, die die Kitesurfer belagern. Uns hat es am Abend aber ganz schön durchgeweht, als wir dachten, wir könnten nochmal entspannt am Strand spazieren gehen. Pustekuchen!

Wir verstehen jetzt, warum so viele Digitale Nomaden ihre Zelte in Tarifa aufschlagen. Die Stadt hat einfach einen sehr angenehmen Vibe.

Unser Favorit in der Stadt war das Restaurant No. 6 Cocina Sencilla. Ein richtig cooler Laden mit ganz leckeren Tapas. Wir hätten am liebsten die komplette Karte leer gegessen. Ok, haben wir auch fast.

Mich hat sehr beeindruckt, dass Du von Tarifa aus Afrika sehen kannst. Nur etwa 30 Kilometer trennen hier die beiden Kontinente. Mit der Fähre kannst Du sogar einen Tagesausflug nach Marokko machen.

Mit dem Mietwagen durch Andalusien – Tag 3: Tarifa > Punta Paloma > Cape Trafalgar > Vejer de la Frontera (100 Kilometer)

Nach einem ausgiebigen Frühstück in unserem Hotel sind wir nicht sehr weit gekommen. Ein paar Kilometer hinter Tarifa liegt Punta Paloma. Du erkennst den Strand schon an den angrenzenden Dünen. Diese Ecke des Strandes ist auf jeden Fall der Kite-Surf-Hotspot. Hier wimmelt es nur so vor Surfern mit ihren Drachen.

Hier haben wir dann einen tollen Tag am Strand verbracht und eigentlich nur dabei zugeschaut, wie die Surfer an uns vorbeigezogen sind. Einziger Wermutstropfen: Es ist recht gefährlich hier ins Wasser zu gehen.

Denn alle paar Minuten schlägt ein Kite der Surfschüler unter enormem Getöse entweder am Strand oder im Wasser auf.

Nach dem faulen Tag haben wir einen Abstecher am Cape Trafalgar gemacht. Hier steht ein toller Leuchtturm, der natürlich prädestiniert ist, um hier den Sonnenuntergang zu beobachten. Wildromantisch also das Ganze.

Um an den Leuchtturm zu kommen, musst Du Deinen Mietwagen weit davor abstellen und dann laufen. Parkplätze gibt es entweder an der Straße oder ein bisschen näher dran in dem Innenhof der “Bar las Dunas”.

Vom Leuchtturm führte uns die letzte Etappe ein Stück ins Hinterland in das schöne weiße Dorf Vejer de la Frontera. Hier sind wir in einem tollen restaurierten Haus untergekommen und hatten richtig gutes Abendessen im Casa Varo.

Und wie das in südlichen Ländern so ist, haben wir natürlich erst um 22:30 Uhr gegessen und sind danach noch ein paar Straßen weiter gezogen.

Aus einer Bar schallte laute Musik, die Leute saßen mit dem Wein auf der Straße. Also haben wir uns Wein geholt und uns dazu gesetzt. So muss das sein!

Mit dem Mietwagen durch Andalusien – Tag 4 Vejer de la Frontera > Cadiz > Jeres de la Frontera > Sevilla (230 Kilometer)

Nach dem Aufstehen haben wir uns in einem Cafe in Vejer de la Frontera ein klassisches Frühstück gegönnt. Kaffee und dazu getoastestes Brot mit diesem leckeren Tomatenaufstrich. Und nach einer kleinen Runde durch das Dorf führte uns die Reise schon weiter nach Cadiz.

Eigentlich wollten wir Cadiz auslassen, aber das haben wir zum Glück nicht gemacht.

Cadiz wirkt bei der Anfahrt nicht ganz so toll. Eine lange vierspurige Straße führt vom Festland auf die Landzunge und hier siehst Du als ersten Eindruck nur mehrstöckige moderne Häuser. Eine breite Straße führt nach Norden in Richtung Altstadt und hier wird es interessant.

In der schönen Altstadt steht unter anderem die Kathedrale die wirklich sehenswert ist.


Aber auch die restliche Altstadt ist wirklich toll. An vielen Stellen in Cadiz fühlten wir uns wie in Havanna auf Kuba. Die Straßen, die Architektur der Häuser und sogar die vielen kleinen Plätze inmitten des Gassengewirrs.

Parken in Cadiz: In Laufweite zur Kathedrale gibt es nördlich davon eine große Tiefgarage “Parking Campo del Sur”.

Kosten für´s Parken in Cadiz: 5,60 €
Eintritt in die Kathedrale von Cadiz: 5 €/Person

Cadiz ist neben der Architektur auch noch für etwas anderes berühmt geworden. Am Strand “Playa de la Caleta” wurde die berühmte Szene aus dem James Bond-Film “Stirb an einem anderen Tag” gedreht. Hier entsteigt Halle Berry im orangefarbenen Bikini dem Meer.

Zwischen Cadiz und Sevilla liegt die Stadt Jeres de la Frontera. Die ließen wir uns natürlich nicht entgehen und legten auch hier einen Stopp ein.

Leider war es inzwischen schon nach 17 Uhr, so dass die meisten Sehenswürdigkeiten geschlossen hatten. Wir haben uns darauf beschränkt, einen kleinen Spaziergang durch die Stadt zu machen und alles zumindest von aussen zu sehen.

Was gibt es sonst in Jerez de la Frontera zu sehen:

  • Jerez de la Frontera gilt als Heimat des Likörweins Sherry. In vielen der Weinkellern/sogenannten Bodegas kannst Du Touren inklusive Verkostungen buchen.
  • Die Königlich-Andalusische Reitschule ist wohl ein Muss für alle Pferdefreunde
  • Die Kathedrale ist ein sehr imposanter Bau und soll von innen auch sehr schön sein
  • Die Festung Alcázar de Jerez in der bis heute noch die arabischen Einflüsse zu erkennen sind.
  • Uns haben in Jerez de la Frontera die allgegenwärtigen lilafarbenen Jacaranda-Bäume fasziniert. Ihre Blüten waren schon so weit, dass sie sie Blätter abwarfen. So sind wir dann ein paar Mal in einem lila Blütenregen gestanden.

Einen Parkplatz für unseren Mietwagen haben wir auch ganz zentral gefunden: Die Tiefgarage “Aparcamiento Alameda Vieja“

Nach dem kurzen Abstecher starteten wir dann durch in Richtung Sevilla. Schon bei der Einfahrt in die Stadt waren wir geplättet. Entlang der breiten Straße stehen viele tolle Prachtbauten, die einen Vorgeschmack boten auf das, was uns in der Stadt erwarten sollte.

Direkt nach dem wir unsere Airbnb-Unterkunft bezogen haben, sind wir auch gleich nochmal los. Wir wollten den Sonnenuntergang auf dem Metropol Parasol erleben.

Metropol Parasol ist eine futuristische Holzkonstruktion auf deren Dach du ganz bequem mit einem Aufzug gelangst.

Die Kosten für den Aufzug beinhalten ein Getränk Deiner Wahl in einem Restaurant auf dem Dach der Konstruktion.

Es führen geschwungene Pfade über das Dach, so dass Du tolle Ausblicke in die unterschiedlichen Gebiete der Stadt erhaschen kannst.

Ein ganz toller Ort für den Sonnenuntergang.

Mit der Dämmerung verließen wir den Metropol Parasol und zogen zum Abendessen an den Platz Alameda de Hércules.

Wir hatten den Tipp bekommen, dass sie hier ein Tapas-Laden an den nächsten reiht. Und hier sollten hauptsächlich Einheimische essen. Und es ist wirklich so.

Der komplette Platz vibriert einfach. Es ist hier soviel los. So viele Menschen sind unterwegs und alle haben eine gute Zeit. Und viele haben Hunger. So mussten wir dann auch 30 Minuten an dem Restaurant Al Aljibe anstehen.

Die Wartezeit hat sich aber gelohnt und um kurz vor 23 Uhr hatten wir unsere wohlverdienten Tapas auf dem Tisch.

Kosten der Route nach Sevilla:
Autobahnmaut: 7,20 €
Eintritt Metropol Parasol: 3 €/Person (dafür bekommst Du ein Getränk auf der Aussichtsplattform)

Mit dem Mietwagen durch Andalusien – Tag 5: Sevilla

Unser erstes Ziel heute war die Kathedrale von Sevilla. Sie ist eine der größten Kirchen der Welt und die größte gotische Kirche in Spanien.

Dementsprechend lang war die Warteschlange. Das Warten hat sich aber definitiv gelohnt. Denn die Kathedrale ist echt schwer beeindruckend.

Einige Highlights in der Kathedrale von Sevilla:

  • Das Grab von Christopher Kolumbus (genau der, der Amerika entdeckt hat)
  • der riesige goldene Altar
  • der Glockenturm, der früher mal ein Minarett der alten Moschee war. Vom Turm aus hast Du einen tollen Blick über die Stadt

Für uns noch beeindruckender war der fast gegenüberliegende Alcazar. Der mittelalterliche Königspalast strotz einfach nur so vor Sehenswürdigkeiten. Bis heute übernachtet die spanische Königsfamilie hier, wenn sie in Sevilla weilt.

Du kannst in dem weitläufigen Gelände locker einen halben Tag verbringen. Schau Dir die vielen toll verzierten Gebäude an oder spaziere ein bisschen durch den toll angelegten Garten.

Wenn Du genug davon hast, die Pfaue dabei zu beobachten wie sie ihr Rad schlagen, dann kannst Du zum Beispiel weiterziehen ins Labyrinth. Der Alcazar von Sevilla ist zusammen mit der Kathedrale ein Muss und du solltest beides auf keinen Fall verpassen.

Nach dem entspannten Nachmittag haben wir die Stadt noch zu Fuß erkundet und sind schließlich am Plaza de Espana gelandet.

Direkt an dem bekanntesten Platz Sevillas findest Du das prunkvolle halbkreisförmige Gebäude, das sich an den Platz schmiegt. Es wurde zusammen mit weiteren Gebäuden für die Iberoamerikanische Ausstellung im Jahr 1929 errichtet.

Ebenfalls für diese Ausstellung wurde auch das nicht weniger prunkvolle Hotel Alfonso XIII errichtet. Auf dem Weg vom Alcazar zum Plaza de Espana läufst Du eigentlich direkt daran vorbei.

Bis heute ist das Hotel in Betrieb und mit dem nötigen Kleingeld kannst Du hier eine richtig gute Zeit haben.

An der Plaza de Espana kannst Du dir auch ein Ruderboot leihen und den Kanal entlang des Gebäudes abrudern. Lustiger ist es aber, den anderen zuzusehen, die teilweise keine Ahnung haben, wie man rudert. So wie die beiden Damen in diesem Video.

Für eine erste Stärkung haben wir uns am Abend die besten Churros der Stadt gegönnt. In der Bar El Comercio gibt es angeblich die allerbesten Churros, die Du Dir nur vorstellen kannst. Wir können auf jeden Fall bestätigen, dass sie richtig lecker waren.

Unter dem Metropol Parasol haben wir unseren kleinen Snack mit extra viel Schokosauce genossen und sind dann wieder weitergezogen an den Platz Alameda de Hércules. Diesmal waren wir vor 21 Uhr im Tapas-Restaurant und haben ohne Anstehen einen Tisch bekommen.

Unser Restaurant für heute Abend war das Casa Paco. Nicht ganz so fancy wie das Al Ajibe, aber dafür genauso lecker.

Kosten in Sevilla:
Eintritt Kathedrale: 9 €/Person
Eintritt Alcazar: 9,50 €/Person

Mit dem Mietwagen durch Andalusien – Tag 6 Sevilla > Cordoba > Granada (380 Kilometer)

Heute saßen wir richtig lange im Mietwagen. Aber der Abstecher nach Cordoba auf dem Weg nach Granada musste sein.
Aber bevor wir uns wieder in den Mietwagen gesetzt haben, sind wir noch am Vormittag durch Sevilla geschlendert. Das hat uns ganz gut gepasst, denn die Mezquita von Cordoba hat über die Mittagszeit geschlossen und so haben wir die Zeit lieber in Sevilla verbracht.

Ein Vormittag in Sevila

Sevilla ist einfach wunderbar. Wir haben uns treiben lassen und einfach die Straßen und Gassen der Altstadt erkundet.

Direkt zwischen der Kathedrale und dem Alcazar findest Du übrigens noch ein weiteres sehr interessantes Bauwerk. Im Archivo General de Indias (Indienarchiv) werden 80 Millionen Dokumente in acht Regalkilometern archiviert, die seit 1760 angelegt werden. Es gilt als das größte Archiv der spanischen Kolonialzeit und beherbergt viele kostbare Originale.

Besucher sehen nur einen kleinen Teil. Der Film über das Gebäude ist interessant. Hier erfährst Du, wie es zu Kolonialzeiten in Sevilla aussah und was passiert, wenn der wichtige Fluß auf einmal versandet.

Kosten in Sevilla:
Parken in der Tiefgarage für 36 Stunden: 36 €

Cordoba

In Cordoba angekommen hatten wir noch ein bisschen Zeit. Denn am Sonntag schließt die Mezquita über Mittag und öffnet erst um 15 Uhr wieder. Zeit genug, um ein bisschen durch die Stadt und die Brücke über den Fluss Guadalquivir zu erkunden. Von der anderen Flussseite hast Du einen schönen Blick über die Stadt.

Im Innenhof der Mezquita findest Du den Ticketschalter und den Eingang. Natürlich gehört ein bisschen Anstehen dazu, aber die Wartezeit war wirklich erträglich.

Dafür wurde wir mit einem wahren Highlight belohnt.

Die Mezquita-Kathedrale war früher mal eine Moschee und wurde dann von den Christen zur Kathedrale umgebaut.

Dort wo die Kathedrale jetzt steht stand ganz früher schon einmal eine. Allerdings wurde sie im Jahr 784 von Muslimen zerstört. Daraufhin wurde mit dem Bau einer Moschee begonnen, die immer wieder erweitert wurde.

1236 wurde Cordoba von den Christen erobert und die Zentralmoschee zu einer Kirche umgewidmet. Dafür wurde unter anderem kurzerhand ein Kreuz auf dem Minarett angebracht.

Ab 1523 wurde das Gebäude massiv umgebaut und in die Mitte eine mächtige Kathedrale konstruiert. Den massiven Umbau hat Karl IV gebilligt, als er den Baufortschritt persönlich begutachtete soll er geschockt gewesen sein.

Ich wusste nicht, um was es sich hier handelte. Denn wenn ich es gewusst hätte, hätte ich nicht erlaubt, dass man Hand an das alte Gebäude legt. Ihr habt getan, was möglich war, etwas erbaut, was es andernorts schon gibt, und dafür habt ihr etwas zerstört, was einmalig in der Welt war“. (Wikipedia) Das waren angeblich seine Worte.

Durch diesen wilden Stilmix ist ein einmaliges Gebäude entstanden. Die vielen hundert rot-weißen Bögen der ehemaligen Moschee treffen auf eine Kathedrale in der viele weitere Stilrichtungen verbaut wurden.

Ein wirklich einmaliger Ort. Und zugleich aufgrund der riesigen Fläche der größte Sakralbau der Welt.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise der Mezquita 
1. März bis 31. Oktober
Montag bis Samstag
10.00 Uhr – 19.00 Uhr

Sonntag und Feiertage
08.30 Uhr – 11.30 Uhr und 15.00 Uhr – 19.00 Uhr

1. November bis 28. Februar
Montag bis Samstag
10.00 Uhr – 18.00 Uhr
Sonntag und Feiertage
08.30 Uhr – 11.30 Uhr und 15.00 Uhr – 18.00 Uhr

Letzter Einlass 30 Minuten vor Schließung.

Erwachsene: 10 EUR
Kinder (10-14 Jahre): 5 EUR
Kinder unter 10 Jahren: kostenlos

Granada

Es war schon fast dunkel als wir in unserer Unterkunft in Granada angekommen sind. Das Abadia Hotel liegt recht gut, so dass wir in die Calle Elvira laufen konnten. Hier sollte es viele gute Tapas-Restaurants gegeben. Geendet sind wir dann in der Antigua Bodega Castaneda.

Essen und Wein waren mal wieder sehr lecker. So sind wir dann satt und leicht angeschekert zurück ins Hotel.

Mit dem Mietwagen durch Andalusien – Tag 7: Granada in der Alhambra

Unseren vorletzten Tag in Andalusien ließen wir ruhig angehen, denn für heute stand nur die mächtige Alhambra auf dem Programm.

Die Alhambra ist eine sehr gut erhaltene maurische Festung, die weit sichtbar über der Stadt Granada trohnt.

Ganz wichtig, wenn Du alle Teile der Alhambra besichtigen willst: Besorg Dir unbedingt vorab ein Ticket. Es soll zwar möglich sein, am sehr frühen Morgen einige wenige Restplätze vor Ort zu bekommen. Aber darauf solltest Du nicht verlassen.

Als wir am 29. Mai unsere Tickets abgeholt haben, stand auf einem Zettel “No tickets until June 15th”

Gekauft haben wir unsere Tickets über www.alhambra-patronato.es
Die weitere Abwicklung erfolgt über Ticketmaster und alles hat einwandfrei geklappt.

Das Abholen der Tickets ist auch ganz easy. Einfach die Kreditkarte in den Automaten schieben, über die Du die Tickets online bezahlt hast. Daraufhin spuckt der Automat die Tickets aus. Das war´s dann schon.

Die Preise der Tickets variieren je nachdem, was Du sehen willst. Wir haben uns für das große Paket entschieden, das auch den Zutritt zum Nasridenpalast beinhaltet. Pro Person haben wir 15,40 Euro bezahlt.

Ganz wichtig, wenn Du den Nasridenpalast besuchen möchtest: Auf Deinem Ticket steht die Uhrzeit zu der Du Zutritt hast. Pro Tag darf nur eine bestimmte Anzahl an Besuchern in definierten Slots durch den Palast. Wenn Du nicht pünktlich zur angegebenen Zeit vor Ort bist, verfällt Dein Ticket.

Allerdings habe ich gesehen, dass die Kontrolleure ab und zu ein Auge zugedrückt haben und die Verspäteten konnten sich ein neues Ticket ausstellen lassen. Allerdings weiß ich nicht, ob das immer der Fall ist. Sei also lieber pünktlich.

Kleiner Tipp, wenn Du kein Ticket mehr für die Alhambra bekommst.
Auch ohne Ticket kannst Du einige Bereiche der Alhambra besuchen. Dafür meidest Du den Haupteingang und kommst über das Puerta de la Justicia auf das Gelände. Hier gibt es keine Kontrollen und Du kannst den beeindruckenden Palacio de Carlos V und den alten Hamam besichtigen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind ohne Ticket nicht möglich, aber besser als gar nichts, oder?

Highlight der Alhambra ist natürlich der Nasridenpalast. Aber auch der Turm Torre de la Vela mit dem tollen Rundumblick über das Gelände und die angrenzende Altstadt ist zu empfehlen. Von hier oben entdeckst Du die vielen kleinen Innenhöfe und bekommst einen sehr guten Panoramablick über die Alhambra.

Über wunderbar angelegte botanische Gärten kommst Du immer weiter bis zum Palacio de Generalife. Das ist der ehemalige Sommersitz der Nasridensultane.

Hier wirst Du unter anderem eine altertümliche Klimaanlage entdecken, die schon damals in den heißen Sommern für 22 Grad Raumtemperatur gesorgt hat. Wie, das musst Du schon selbst herausfinden.

Der Palacio de Generalife strotz nur so vor detaillierter Steinmetz- und Schnitzarbeiten.

Getoppt wird das Ganze noch von den Nasridenpalästen. Es ist hier einfach nur WOW. Mehr kann ich gar nicht sagen. Das musst Du wirklich einmal selbst gesehen haben.

Für die gesamte Alhambra kannst Du locker einen halben Tag einplanen. Wenn nicht sogar einen kompletten Tag. Du kannst mit Deinem Ticket auch das Gelände verlassen und wiederkommen. Vielleicht teilst Du Dir den Besuch einfach auf und legst eine längere Siesta ein.

Für den perfekten Abschluss unseres Tages in der Alhambra haben wir den gegenüberliegenden Hügel erklommen. Vom Plaza Mirador de San Nicolas hast Du einen tollen Blick auf das gesamte Gelände der Alhambra – und dahinter direkt die schneebedeckten Berge der Sierra Nevada.

Tickets für die Alhambra kaufen
Unter www.alhambra-patronato.es bekommst Du vorab online problemlos die unterschiedlichen Tickets. Die Abholung erfolgt dann entweder an den Eingängen der Alhambra oder in der Stadt in der Calle Mariana Pineda 8. Die Ticketstelle ist versteckt und nicht ausgeschildert in einem Innenhof.

Ausgewählte Kosten in Granada
Eintritt Alhambra: 15,40 €/Person (variiert je nachdem, was Du sehen willst)

Mit dem Mietwagen durch Andalusien – Tag 8: Granada > Cala del Cañuelo > Frigiliana > Flughafen Malaga (200 Kilometer)

Ganz früh ging es aus Granada los. Wir haben noch einen Zwischenstopp am Strand Cala del Cañuelo (Region Malaga) eingeplant. Ein bisschen Entspannung musste nach der zügigen Andalusienrunde dann doch noch sein

Nach dem Strand haben wir noch einen Abstecher in die weisse Stadt Frigiliana gemacht und uns ein spätes Mittagessen gegönnt.

Nach einem Bummel durch die Stadt mit den süßen kleinen Häusern mit den bunten Türen ging es dann schon zum Flughafen in Malaga, wo wir um 17 Uhr unseren Mietwagen problemlos zurückgegeben haben.

Das war dann auch schon unser Andalusien-Abenteuer

Mietwagen parken in Andalusien:

Eigentlich findest Du immer einen Parkplatz. Es hängt nur von zwei Faktoren ab: Wie lange Du suchen willst und wieviel Du bereit bist zu bezahlen.

Parkhäuser gab es in allen Städten sehr zentral. Die Gebühren werden hier minutengenau abgerechnet.

Wenn Du am Straßenrand parkst, dann achte auch die Markierungen. Gelbe Linien stehen für absolutes Halteverbot (meist in Kombination mit einem Verbotsschild).

Blau bedeutet, dass Du hier kostenpflichtig parken kannst. Das Ticket bekommst Du wie bei uns am Automaten. Viele Automaten akzeptieren Kreditkarten. Verlasse Dich aber nicht darauf und habe immer ein bisschen Kleingeld dabei.

Vielen Dank an Auto Europe, die uns bei dem Roadtrip mit dem netten Audi A1 unterstützt haben.

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