Ich habe keine Ahnung von Baseball und war trotzdem schon zweimal bei den New York Yankees.Das Bier und die Hot Dogs im Stadion sind wirklich die teuersten der Stadt, aber wer nach New York kommt und Zeit hat, sollte sich einmal ein Spiel in der Bronx gönnen.

Aber ich finde schon allein die Anreise spannend. Mit der U-Bahn fährt man in einer gefühlten Ewigkeit einmal komplett durch Manhattan nach Norden, um dann in der Bronx auszusteigen.

“Ich soll in die Bronx fahren? Und das auch noch nachts?”

Aber die Bronx ist zumindest an dieser Stelle auch im Dunkeln sicher. Die U-Bahn-Haltestelle ist direkt neben dem Stadion und die Fanmassen werden ja auch noch von der Polizei bewacht.

Tickets kauft man entweder am Times Square oder direkt am Stadion

An die Tickets kommt man recht einfach. Entweder geht man direkt in das Yankess Clubhouse direkt am Times Square. Wenn man sich sowieso schon mit Souvenirs mit den bekannten Initialen NY ausstattet, kann man an der Kasse gleich noch ein paar Tickets mitnehmen.

Wenn man ein bisschen risikofreudiger ist, fährt man einfach ans Stadion und schaut, ob noch was zu haben ist.

Beim ersten Besuch sind wir am Game Day einfach direkt in die Bronx gefahren. Der Mann am Ticketschalter muss uns auch für zwei Vollidioten gehalten haben, denn wir haben ihm gesagt:

Hallo, wir haben keine Ahnung von Baseball und möchten uns das einfach mal anschauen. Was kostet denn das günstigste Ticket?”

Für jeweils 16 US-$ hatten wir dann unseren Platz sicher. Zwar ganz oben – also wirklich ganz oben – aber es geht ja einfach ums Erlebnis.

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Da sitzt man dann also. In der linken Hand den 7 $-Hot Dog von Nathans Famous Hot Dogs und in der rechten Hand einen Becher wässriges Bier für 12 $ – aber was solls: Ich sitze im Stadion der New York Yankees!

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Nach der obligatorischen Nationalhymne geht´s also los. Aber ich habe das Gefühl als wären die meisten Besucher nur hier, um sich mit ihren Freunden zu treffen und gepflegt zu unterhalten.

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Das Spiel scheint für viele Nebensache zu sein. Hauptsache scheint hier der soziale Aspekt und die gute Zeit mit Freunden zu sein.

Das Hard Rock Cafe “Yankee Stadium”

Für alle Fans der Hard Rock Cafes gibt´s noch ein besonderes Schmankerl. Direkt im Stadion findet man nämlich das Hard Rock Cafe “Yankee Stadium”. Hier kann man vor dem Spiel Burger essen, während dem Spiel Souvenirs und überdimensionale Schaumgummi-Winke-Finger kaufen. Und nach dem Spiel entweder den Sieg der Mannschaft feiern oder den Verlust des Teams wegtrinken.

Gut ist es aber, wenn man dann ein bisschen Ahnung von den Baseball-Spielregeln hat. Als wir während des Spiels einen Abstecher ins Cafe machten, bekamen wir unseren Stempel und eine Anweisung: “Mit dem Stempel kommt ihr wieder ins Stadion, aber nur, wenn das 7. Inning noch nicht begonnen hat. Nach dem 7. Inning kommt ihr nicht mehr rein!”

“Aha! Und was soll das jetzt genau heißen? Was ist ein Inning und wie viel Zeit haben wir?”

Egal. Schnell einmal durch das Cafe geschlendert und direkt wieder raus. Ich bin eh nicht so der Fan vom Hard Rock Cafe Merchandising und so waren wir pünktlich wieder auf unserem Platz.

Und zum Abschied singt Frank Sinatra

Einer der schönste Momente des Spiels kommt aber erst nach dem Spiel. Dann wird nochmal die Musik aufgedreht und Frank Sinatra verabschiedet die Besucher mit seiner inoffiziellen Hymne New Yorks. Ein letztes Mal Gänsehaut bevor´s dann wieder zurück nach Manhattan geht.

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Und so sieht´s aus, wenn ein schweres Gewitter für eine Spielpause sorgt …

Es hat sogar einmal der Blitz ins Stadion eingeschlagen. Der Donnerschlag glich einer Explosion und die allgegenwärtigen Polizisten des NYPD hatten relativ zügig die Hand an der Waffe. War dann aber doch nur die Natur und kein Verrückter.

 

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