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Wie bereits einmal geschrieben, war ich von September 2008 bis August 2009 mit meiner Frau in der Welt unterwegs. Ab und zu werde ich die normalen Artikel mit Rückblicken auf das Jahr bereichern. Es gab damals einen extra Reiseblog mit vielen Artikeln, die ich hier gelegentlich im Original posten werde. Los geht´s mit dem Bericht unserer Tour von Java über Bali nach Sulawesi aus dem Sommer 2009.

Yogjakarta, Borobodur und Bromo

Nach der „Busfahrt der Hölle“ (Anmerkung: Von Lake Toba nach Padang brachten wir eine 16-stündige Busfahrt mit allen Schikanen hinter uns. Mehr dazu in Kürze.) hatten wir uns ja entschlossen, nach Yogjakarta zu fliegen. Wir hatten wenige Stunden Zwischenstopp am Flughafen von Jakarta und waren nach Erzählungen anderer Reisender sehr froh, dass wir nicht eine Nacht in der Stadt verbracht haben. In Yogjakarta haben wir uns im Low-Budget-Viertel untergebracht und die Sehenswürdigkeiten der Stadt (Batik und Becak) und der Umgebung (Prambanan und Borobodur) erkundet.

Leider waren gerade Schulferien und vor allem die letzten beiden Sehenswürdigkeiten wurden von Schulklassen belagert und wir mit Fotos und Fotohandys im Minutentakt fotografiert.

Von Yogjakarta gings nach einigen Tagen weiter in Richtung Bali. Einen lohnenswerten Zwischenstopp haben wir am rauchenden Vulkan Bromo eingelegt.

Mit dem Bus nach Bali

Von hier gings mit dem Bus weiter nach Bali, wo wir uns in Lovina im ruhigen Norden niedergelassen haben. Hinter einem Antiquitätenladen sind wir sehr günstig bei sehr netten Gastgebern untergekommen. Hier reifte auch der Plan, die letzten Wochen noch was Außergeöühnliches erleben zu wollen. Klingt blöd, aber eigentlich hatten wir vor, die letzten Wochen nur am Strand zu verbringen. Wäre aber irgendwie auch langweilig geworden. Also unser Beschluß: Ab nach Sulawesi.

Mit dem Moped sind wir dann wegen den Flugtickets zum Flughafen gefahren. Sollte jmd. von euch das auch vorhaben, dann macht euch auf 6 Stunden Fahrt mit knapp 220 Kilometern gefasst. Auf dem Rückweg hats uns dann noch in einer Kurve auf einer Ölspur der Länge nach hingelegt. Zum Glück sind sowohl an uns als auch dem Roller außer oberflächlichen Kratzern keine größeren Schäden zu beklagen.

Nach dem Schock mussten wir uns erstmal paar Tage ausruhen und sind dann später als geplant nach Ubud in Balis Mitte aufgebrochen. Hier haben wir uns fünf Nächte rumgetrieben und haben und zusammen mit Silke, die wir schon in Yogjakarta kennengelernt haben, fast täglich eine balinesische Tanzshow besucht.

Dann hieß es Abschied nehmen. Silke hat sich in Richtung Osten aufgemacht und wir nach Norden, denn dort wollten wir uns in Tana Toraja die Begräbnisse und dazugehörigen Rituale ansehen.

Blutbad auf Sulawesi

Nach einem langweiligen Zwischenstopp in Makassar gings mal wieder mit dem Bus für zehn Stunden nach Rantepao, wo wir uns in den folgenden Tagen Hängegräber, Baumgräber und Steingräber angeschaut haben. Außerdem waren wir bei einer Hauszeremonie dabei, wo als Einweihungsgeste 20 Schweine und ein Büffel fachmännisch abgestochen und ausgenommen wurden.

Weil aber in Toraja die Hochsaison genau zwei Monate dauert und das restliche Jahr über nix los ist, versucht jeder in diesen zwei Monaten soviel Geld wie möglich zu verdienen. D.h. alles ist maßlos überteuert und man findet auf einmal viele nette einheimische Freunde. Weil uns das bissl zu viel war, haben wir uns nach nem Abstecher auf einem von Südostasiens größten Büffelmärkten Hals über Kopf von der Gegend verabschiedet und sind in den nächsten Bus zurück nach Makassar gesprungen.

Flucht in den Norden und chillen auf Pulau Bunaken

Dort haben wir uns direkt am Flughafen rausschmeißen lassen, Tickets für die nächste Maschine nach Manado gekauft und haben die nächsten zwei Wochen bei Vollpension auf Pulau Bunaken (Pulau = Insel) im Norden Sulawesis verbracht. Hier haben wir außer Essen, Schnorcheln, Tauchen in einem Weltklasse-Tauchgebiet und Schlafen nix gemacht. Genau der richtige Abschluß bevor es dann noch zu einem finalen Metropolenmarathon weiterging.

ACHTUNG: Ab hier könnte es manchen Lesern nicht so gut gefallen. Es gibt tote Schweine, Innereien, Gräber und Menschenschädel und -knochen zu sehen. Weiterlesen hiermit auf eigene Gefahr.