Vorab: Wir wurden von Haubers Alpenresort eingeladen. Details am Ende des Artikels.

Ende September mussten wir beide einfach mal raus. Wie schon mal geschrieben, war privat bei uns einiges los und wir hatten ein paar Tage Entspannung und Wellness bitter nötig. So sind wir in Haubers Alpenresort im schönen Allgäu gelandet – eins der 23 besten Wellnesshotel ins Deutschland.

Schon allein die Anreise gleicht einer schrittweisen Entschleunigung. Nach mehreren Stunden auf der hektischen Autobahn wandelt sich die Landschaft und die Straßen werden immer schmaler und kleiner. Kurz vor dem Ziel laufen dann sogar noch Hühner über die Straßen.

Der perfekte Ort zum Entspannen im Themenzimmer

Das Alpenresort der Familie Hauber besteht aus zwei Häusern. Etwas näher am Ort liegt das Landhaus und komplett freistehend der Gutshof. Umgeben sind die beiden Häuser von 60 Hektar Naturresort, das im Privatbesitz der Familie ist.

Während es im Landhaus hauptsächlich im Gesundheit geht, dreht sich im Gutshof alles um Wellness und Golf. Der Gutshof ist also genau richtig für unsere Suche nach Entspannung.

Beim Betreten des Hotels fällt auf, dass es hier duftet. Für uns Stadtkinder ist das kein bekannter Duft und wir überlegen lange, warum es in einem Hotel nach Heu duftet.

Nach einem sehr netten Empfang konnten wir unser Themenzimmer “Jugetbach” beziehen. Insgesamt gibt es im Haus 16 unterschiedliche Themenzimmer in verschiedenen Größen. Unser Zimmer ist nach dem Jugetbach benannt, der durch das angrenzende Naturresort fließt.

 

Das Zimmer ist herrlich groß und bietet von der eigenen Terrasse aus einen tollen Panoramablick in Richtung Alpen. Das riesige Boxspring-Doppelbett sah sofort einladend aus und bereits einige Stunden später sollten wir hier einfach richtig gut schlafen.

Die wichtigsten Accessoires für die kommenden Tage hingen in der Garderobe schon bereit: Zwei flauschige Bademäntel, Schlappen und eine Filztasche mit zwei Handtüchern für den Wellnessbereich.

Heu trifft auf High Tech

Im Wohnbereich des Zimmers empfängt uns wieder der Heuduft. Er stammt aus einem kleinen Körbchen, in dem ein kleines Bündel frisches Heu liegt. Es ist schön zu sehen, dass so die Natur auch in die Zimmer geholt wird. Das restliche Heu und die eigentliche Duftquelle werden wir später bei einer kleinen Runde durch das Hotel noch entdecken.

Mein persönliches Highlight im Zimmer ist der riesige Duschbereich, der durch eine Glaskabine vom Zimmer abgetrennt ist. Ich liebe diese riesigen Regenwaldduschen mit dem riesigen Duschkopf.

Bei aller Entschleunigung ist unser Zimmer mit einigen technischen Finessen ausgestattet. Natürlich ein riesiger Fernseher und eine tolle Sonos-Soundanlage. Die WLAN-Boxen werden ganz entspannt über das gestellte iPad gesteuert.

Am Anfang dachten wir zuerst, dass unsere Zimmernachbarn ihre Musik extrem aufgedreht hätten. Denn aus unserem großen Bad kam komplett andere Musik als die, die wir aktuell hörten. Bei der Suche nach der Quelle haben wir dann eine weitere Sonos-Box unter dem Waschtisch im Bad entdeckt. Beide Boxen können über das iPad angesprochen werden und können auch unterschiedliche Quellen abspielen. Eigentlich eine feine Sache. Um weitere Verwirrung zu vermeiden, haben wir beide Boxen dann aber doch synchronisiert und hörten fortan nur noch einen Sender.

Während eines kleinen Rundgangs konnten wir uns einen ersten Überblick über das Alpenresort und die verschiedenen Einrichtungen machen.

Wellnessbereich-Bereich und noch mehr Heu

Unser Themenzimmer liegt im Untergeschoss des Gebäudes. Nur ein paar Meter vom großen Spa-Bereich entfernt. Im Spa-Bereich werden verschiedene Anwendungen angeboten, die von klassischen Massagen bis zu Ayurveda- und Kräuterstempelmassagen reichen.

Wellness im Allgäu

Der Empfangsbereich zum Spa

Richtig kuschelig wird es dann nach der Anwendung im Heu-Ruheraum. Denn hier liegt die Quelle für den intensiven Heuduft. In den flauschigen Bademantel gepackt, entspannst Du hier in einem der Heubetten vor dem großen Panorama-Fenster. Die Heubetten sind Bettrahmen, die randvoll mit frischem Heu von den eigenen Wiesen gefüllt sind. Das Spannende ist, dass das Heu von einer Wiese kommt, die auf etwa 1.000 Meter liegt. Der Name “Kuhhimmel” für diese Weidewiese ist Programm, denn seit den 1980ern wurde hier nicht mehr gedüngt. Dementsprechend naturbelassen ist das Heu.

Die Heubetten sind ein ziemlich perfekter Ort, um ein bisschen zu dösen und nach einer Massage noch ein bisschen weiter zu entspannen.

Wellness mit Heubetten

Zwei der Heubetten

Wellness und Entspannung im Heubett

Nicht stören! Entspannung im Heubett

Wenn es ein bisschen sportlicher sein darf, dann gibt es ein paar Zimmer weiter einen großen Übungsraum. Auch er bietet durch die Fensterfront wieder einen gigantischen Blick auf die tolle Landschaft.

Wellness mit Ausblick

Was für ein Ausblick ins Allgäu aus dem Yoga-Raum

Der Bademantelgang zum Wellness-Bereich im Haus am See

Und jetzt kommt dann der Bademantelgang. Ich habe ehrlich gesagt nicht gewusst, dass es sowas gibt. Aber dieser Gang verbindet das Haupthaus mit dem “Haus am See” und er darf nicht Straßenschuhen betreten werden.

Auf dem Weg zum “Haus am See” liegt etwa auf halber Strecke der tolle beheizte Außenpool.

Im “Haus am See” findest Du dann das Herzstück des Wellness-Ansatzes von Haubers Alpenresort: Die große Wellnesslandschaft am 2.500 Quadratmeter großen Natursee.

Wellness im Allgäu

Blick auf den Wellness-Bereich im “Haus am See”, dahinter der Gutshof

Der See schließt direkt an die Saunalandschaft an und es gibt einen direkten Zugang, schon fast aus der Sauna in den See. Denn der See ist natürlich nicht beheizt und so ist er perfekt geeignet für eine Abkühlung nach der Sauna.

Laut den Mitarbeitern des Hotels wird der See ganzjährig genutzt. Es soll sogar im Winter ganz harte Gäste geben, die durch ein Loch im Eis in den See steigen. Für mich unvorstellbar, aber warum nicht?

Neben der Finnischen Sauna mit dem passenden Namen “Bergfeuer” gibt es im Haus am See auch noch ein Dampfbad, eine Wärmestube und eine Infrarotkabine. Sauna und Infrarotkabine an einer Seite bodentief verglast, so dass Du fast in der Natur sitzt.

Nach der Sauna und dem obligatorischen Abkühlbad gibt es im Haus am See viele Möglichkeiten komplett zu entspannen.

Ganz toll ist natürlich die große Terrasse mit den bequemen Liegen direkt am See. In dicke Decken gehüllt kannst Du hier einfach vor Dich hin dösen und die Sonne genießen.

pixelschmitt im Chillen aka “Blogger-Pose”

Wenn das Wetter nicht mitspielt, dann gibt es auch Indoor-Entspannungsmöglichkeiten. Mein Favorit ist der “Meerau Wald”. Eine Hommage an den Wald, der das Resort umgibt. Und auch hier duftet es wieder, denn ein Zweig mit grünen Nadeln bringt den Wald in das Resort.

Leckeres Essen rundet den Tag ab

Wenn Du vor lauter Entspannung auch noch Hunger hast, kein Problem. In der Lounge gibt es kleine Snacks und Smoothies. Das nimmst Du Dir dann einfach mit an den prasselnden Kamin.

Wir haben so dann erstmal den ersten Nachmittag tiefenentspannt verbracht, bevor wir uns in das Restaurant im Erdgeschoß des Gutshofs aufgemacht haben.

Zusätzlich zu der Übernachtung konnten wir auch die leckere Halbpension ausprobieren und wurden beim Abendessen nicht enttäuscht. Nach einem Abstecher zu Salatbüffet konnten wir ein 4 Gänge-Menü genießen, dass durch eine ganz tolle Käse-Auswahl abgerundet wurde.

Das Essen war wirklich sehr lecker und für alle ist etwas geboten: Fleisch, Fisch oder Vegetarisch. Natürlich kommt aber auch die süße Seite nicht zu kurz. Die Nachspeisen sind wirklich nicht zu unterschätzen.

Wie vorhin schon gespoilert, sind wir beide nach dem Essen total entspannt ins Bett gefallen und haben geschlafen wie zwei tiefenentspannte Steine.

Und dann ging es schon wieder weiter mit dem Essen. Jetzt aber: Frühstück.

Genau wie das Abendessen ist auch das Frühstück reichhaltig und lecker. Am reichhaltigen Frühstücksbüffet sollte eigentlich für alle etwas dabei sein. Sehr zu empfehlen ist die Müsli-Station mit Haubers Frühstücksmüsli, das Du mit vielen Zutaten noch pimpen kannst. Natürlich gibt es Wurst, Käse, Lachs und leckere frisch gepresste Säfte.

So gestärkt haben wir noch ein paar Stunden im Zimmer verbracht, Denn wir wollten die Tage zum Entspannen und Arbeiten nutzen. Während unserer “Workation” (Kunstwort aus den englischen Begriffen Work (Arbeit) und Vacation (Urlaub)) haben wir ein paar Sachen für unsere Blogs vorbereitet, Artikel geschrieben und einiges geplant. Was man halt eben so arbeitet.

Danach startete dann unser Wellness-Programm. Wir beide gönnten uns je eine Anwendung. Kristina probierte die Kräuterstempel-Massage und ich hatte eine klassische Rückenmassage bei einem blinden Physiotherapeuten. Tiefenentspannt sind wir dann weiter ins Haus am See, um noch weiter zu entspannen, bevor es dann schon wieder zum Abendessen ging. Schon verrückt, wie schnell ein gechillter Tag vorbeiziehen kann.

Mit dem Klimapfad einmal bis ins Schwalbennest

An unserem letzten Tag haben wir uns erstmal einen Late-Checkout gegönnt. Wir wollten den sonnigen Tag lieber noch in der schönen Natur verbringen. Sonst wären wir wieder knapp vier Stunden auf der Autobahn unterwegs gewesen. Das wollten wir dann lieber erst nach Sonnenuntergang machen.

Nach einem letzten Frühstück machten wir uns auf zum hauseigenen Klimapfad, der 2,5 Kilometer über Privatgrund führt.

Auf dem Privatgrund des Alpenresorts liegt auch der 18-Loch-Golfplatz, der allein viele Gäste ins Hotel bringt. Der Klimapfad führt teilweise quer durch den Golfplatz. Aber eins nach dem anderen.

Wellness und Golf im Allgäu

Der Klimapfad führt teilweise über Wege im Golfplatz

Die erste der 13 Stationen ist schon mal der Ort der Ruhe. Einfach mal innehalten und nur der Natur, dem Rauschen des Jugetbachs und dem Läuten der Kuhglocken lauschen. Weiter geht es mit der überdachten Schaukelbank mit Blick in Richtung Berge und dann schon zu den Waldhängematten. Die Hängematten sind ein toller Ort zum Entspannen. Mit Blick in die Wipfel der Bäume kannst Du hier einfach ein bisschen vor Dich hin schaukeln und die Ruhe genießen. Für uns Stadtkinder ist es schon sehr beeindruckend, dass es einfach mal ruhig ist.

Hängematten im Wald und Wellness im Allgäu

pixelschmitt beim Aufbau der Waldhängematten

Was für ein Blick aus der Hängematte

Über verschiedene weitere Stationen windet sich der Klimapfad in die Höhe bis er mit dem Schwalbennest den höchsten Punkt erreicht. Auf dem Weg zurück zum Gutshof kreuzt Du den Golfplatz und dann ist der Pfad auch schon wieder zu Ende.

Unsere drei neuen Freude

Der Klimapfad ist eine tolle Strecke, um die schöne umgebende Natur des Alpenresorts kennenzulernen. Wir haben hier sogar Fliegenpilze entdeckt. Da sind wir Stadtkinder natürlich wieder leicht ausgeflippt.

Ein Fliegenpilz am Wegrand und Stadtkinder flippen aus.

Vor der Heimfahrt mussten wir unbedingt nochmal in den tollen Wellnessbereich. Wir haben die letzten Strahlen der milden Herbstsonne im beheizten Außenpool genossen, bevor wir uns dann leider verabschieden mussten.

Zum Abschied gab es ein herzliches “Auf Wiedersehen” und sogar noch je eine kleine Portion vom guten Haubers Müsli. So haben wir noch ein bisschen Entspannung für zu Hause.


Offenlegung/Disclaimer:
Wir wurden von Haubers Alpenresort für zwei Nächte eingeladen.
Die Gebühr für den Late-Checkout haben wir selbst bezahlt.
Unsere Meinung zu dem Hotel ist davon nicht beeinflusst.