5 Gründe, warum Du Indien mit einem Fahrer erleben solltest (inkl. Route für Nordindien)

Von |2018-07-25T16:37:43+00:004. Februar 2015|Asien, Indien|

Wer nach Indien fährt, bereitet sich auf Chaos, Lärm und Hektik vor. Genau deswegen habe ich 5 Gründe für Dich, warum Du Indien mit einem Fahrer erleben solltest (zumindest bei deiner ersten Indienreise):

Du hast nur einen kleinen Kulturschock

Ganz unabhängig von all den schrecklichen Schlagzeilen, die es in den letzte Monaten aus Indien gab: Indien haut Dich um. Entweder liebst Du es oder Du hasst es. Ich bin froh, dass wir unseren Fahrer Rinku hatten, der uns drei Wochen durch das Land kutschierte und uns der Kulturschock in Indien nicht komplett erschlagen hat.

Du reist zwar wie in einer Blase, aber ich war manchmal sehr dankbar dafür, dass Chaos einfach vor der Tür zu lassen. So hatte ich genug Zeit, um die unglaublich vielen Eindrücke zu verarbeiten.

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Du bist sicher unterwegs

Wenn Du einen Fahrer hast, dann hast Du logischerweise auch ein Auto dazu. Dein Fahrer wird sein Auto selten aus den Augen lassen und wenn Du es mit ihm absprichst, dann kannst Du auch ein paar Sachen im Auto lassen. Natürlich würde ich jetzt nicht alle Bargeldreserven, Notebook und die neue Spiegelreflex offen dort liegen lassen. Aber viele Sachen, die Taschendiebe verleiten würden, kannst Du (meistens) sicher bei Deinem Fahrer deponieren.  Aber auch hier appelliere ich an Dein Bauchgefühl: Wenn Du kein gutes Gefühl dabei hast, dann nimm die Sachen lieber mit.

Unser Fahrer hat unser immer informiert, wenn es besser wäre, unsere persönlichen Dinge aus dem Auto mitzunehmen. Einmal hatte er selbst ein ungutes Gefühl und gab uns all seine Bargeldreserven mit, damit wir sie für ihn im Hotelsafe deponieren.

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Auch einer der Vorteile, wenn Du mit Fahrer reist: Er lässt dich oft direkt vor der Tür aus dem Auto und holt Dich auch wieder dort ab.

 

 

Du siehst unglaublich viel von Indien – und bleibst dabei entspannt

Wir waren für etwa drei Wochen in Nordindien unterwegs. Von Delhi ging es gleich nach Norden in den Punjab, dann weiter bis nach Jaisalmer im Westen Rajasthans und über Udaipur, Jaipur und Agra zurück nach Delhi. Mit dem Zug hätten wir die Strecke in dieser Zeit niemals geschafft. Und ich traue mich zu wetten, das wir bereits nach kurzer Zeit verzeifelt und genervt aufgegeben hätten. Wir würden Indien heute hassen.

Unser Fahrer fuhr uns zwischen 2 und 5  Stunden(manchmal auch länger) von A nach B. Wir vertrauten Rinku bald so, dass wir die Zeit im Auto nutzten und ausgiebig auf der Rückbank schliefen. Er hatte viele Kassetten mit indischen Mantras dabei und so waren wir am Ziel immer absolut entspannt.

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Wenn Du Glück hast: Travel in Style!

Unser fahrbarer Untersatz in Indien war ein Hindustan Ambassador. Das ist so ziemlich das beste Auto, das man sich für einen Roadtrip durch Indien wünschen kann. Gut gefedert und bequem. Und schön anzuschauen.

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Das sind die Ambassadors. Hier aber wahrscheinlich aber eher die Fahrbereitschaft des Parlaments in Delhi.

 

 

Du bekommst Insider-Tipps von Deinem Fahrer

Dein Fahrer kennt jeden Ort auf der Route und er war bestimmt schon sehr oft hier. Warum fragst Du ihn nicht einfach nach seinen Lieblingsorten. Natürlich kann es immer der Cousin von der Mutter der Nachbarin sein, der gerade zufällig einen passenden Laden/Restaurant/etc. hat. Aber wir haben unserem Fahrer am Anfang klar gemacht, dass wir keine Lust auf Silber und andere Einkaufsbummel haben. Rinku hat das respektiert und uns nicht in die entsprechenden Läden geschleift.

Stattdessen war er oft unser Guide und hat uns viel Dinge gezeigt und erklärt. Wir waren mit ihm im goldenen Tempel von Amritsar unterwegs, wo er uns viel über die Religion der Sikhs und die Geschichte des Tempels und der Stadt erzählt hat.

In Pushkar warnte er uns vor den dubiosen Männern, die uns direkt vor dem Hotel abfangen und unter allen Umständen zum hiduistischen Ritual der Puja überreden werden. Natürlich müssten wir dafür auch einiges zahlen. Kaum hatten wir das Hotel verlassen, trafen wir auf die Jungs. Dank Rinku wussten wir aber, wie wir sie loswerden.

 

Meine Empfehlung: Leiste Dir den Fahrer!

Es gibt vor allem in Rajasthan so viel zu sehen. Und bei Deinem ersten Besuch wird Indien Dich auf jeden Fall überrollen! Glaub mir! Warum leistest Du Dir also nicht den kleinen Luxus eines Fahrers? Ich würde das jederzeit wieder machen und kann es nur empfehlen. Wenn Du Dir unsere Route ansiehst, dann wirst Du merken, dass wir schon ganz schön oft im Auto gesessen sind. Aber es war nie stressig und wir hatten vollstes Vertrauen zu Rinku. Wir wollten einfach soviel sehen und anders wäre das nie möglich gewesen.

 

Unser genauer Reiseplan und die Kosten

17. Dezember – Ankunft in Delhi
18. Dezember – Fahrt nach Amritsar (8 Stunden)
19. Dezember – Goldener Tempel AmritsarSightseeing an der indisch-pakistanischen Grenze
20. Dezember – Fahrt von Amritsar nach Bikaner ( 7 Stunden)
21. Dezember – Fahrt von Bikaner nach Jaiselmer ( 5 Stunden)
22. Dezember – Übernachtung in der Wüste inkl. Kamelsafari zum Sonnenuntergang
23. Dezember – Jaisalmer nach Jodhpur (4, 5 Stunden)
24. Dezember – Jodhpur
25. Dezember – Jodhpur nach Ranakpur ( 2,5 Stunden)
26. Dezember – Ranakpur nach Udaipur (via Kumbalgarh) (2 Stunden)
27. Dezember – Udaipur
28. Dezember – Udaipur nach Bundi (via Chittorgarh) ( 5 Stunden)
29. Dezember – Nach Ranthambore ( 2,5 Stunden) zur Tiger Safari
30. Dezember – Tiger Safari in Ranthambore
31. Dezember – Ranthambore nach Pushkar (4 Stunden)
01. Januar – Pushkar nach Jaipur  (2 Stunden)
02. Januar – Jaipur
03. Januar – Jaipur nach Agra(4,5 Stunden) und Taj Mahal beim Sonnenuntergang
04. Januar – Agra nach Delhi

Für die gesamte Route inklusive aller Unterkünfte, Kamelsafari, Miete und Verbrauchsmaterialien für den klimatisierten Ambassador-Mietwagen und Kosten für den Fahrer haben wir zu zweit 1.600 € bezahlt.

On top kommen natürlich noch die Preise für Eintritte und Trinkgeld für den Fahrer (nach persönlichem Ermessen).

Better call Rinku!

Unser Fahrer war Rinku Sharma und damals noch angestellt. Ist inzwischen er selbständig und mein Tipp für Nordindien. Weil meine Frau und ich so zufrieden mit ihm waren, möchte ich Dir Rinku auf jeden Fall empfehlen:

Rinku Sharma
Tel: +919811739850 oder +919772958858
http://www.northwestindiatours.com
richheritageindia@gmail.com

Er ist ein sehr netter und zuvorkommender Mensch. Und wir fühlten uns in seiner Nähe immer absolut sicher und umsorgt.

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pixelschmitt, meine Frau, Rinku und der Ambassador am Ende der Reise in Delhi

Die Fotos und Erfahrungen basieren auf einer Reise durch Nordindien im Winter 2007/2008.

 

Warst Du schon mal in Indien mit Fahrer unterwegs? Wie waren Deine Erfahrungen? Würdest Du es wieder tun? Warst Du auch so zufrieden mit Deinem Fahrer? Dann freue ich mich auf Deinen Kommentar.

 

Über den Autor:

pixelschmitt
Schön, dass Du hier bist. Mein Name ist Thomas aka pixelschmitt. Ich komme aus dem schönen Erlangen und habe inzwischen 42 Länder auf fünf Kontinenten besucht (Tendenz steigend). Begleite mich auf meinen Reisen und bekomme einen Einblick in "The life of a pixelschmitt" :D

15 Kommentare

  1. Stefanie Schwarz 4. September 2015 um 13:55 Uhr - Antworten

    Jetzt habt ihr mich fast überzeugt 😉 hätte zwar sicher unheimlich viele Vorteile gerade für mich als Alleinreisende, aber irgendwann empfände ich den Fahrer auch als eine ‚Last‘ und so ein fixer Plan würde mich einengen. Da organisieren ich mir dann lieber ein Taxi auf Tagesbasis. Aber danke auf jeden Fall für die nützliche Route!

  2. […] Falls Dir eine Indien-Reise auf eigene Faust doch nicht ganz behagt, aber Du auch keine Gruppenreise machen möchtest, könntest Du auch einen Privatfahrer engagieren. Das würde Dir das Heckmeck mit sämtlichen Rikschas, Bussen und Zügen ersparen, und Du hättest jederzeit einen einheimischen Mann an deiner Seite. Für mich persönlich wäre das zwar nichts, da ich mich viel zu eingeengt fühlen würde, aber Birgit von 331days hat bereits zwei Reisen durch Nordindien und Südindien mit Privatfahrer unternommen und war begeistert. Auch bei Pixelschmitt findest du 5 Gründe, warum Du Indien mit einem Fahrer erleben solltest. […]

  3. Benni 13. Mai 2016 um 20:02 Uhr - Antworten

    Hey Pixelschmitt.
    Hast du deinen Fahrer vor Ort spontan gebucht oder hast du dich im Vorfeld schon schlau gemacht?

    Schöner Artikel, danke!

    Grüße, Benni

    • pixelschmitt
      pixelschmitt 14. Mai 2016 um 10:13 Uhr - Antworten

      Hi Benni,

      wir haben damals vorab online recherchiert und mehrere Fahrer angefragt. Rinku war damals noch für ein Unternehmen angestellt und so haben wir ihn kennengelernt.

      Ich würde Dir aber schon empfehlen, den Fahrer vorab zu buchen. So hast Du noch viel Zeit, um die Route abzustimmen. Der Fahrer organisiert Dir auch die Übernachtungen und die sind auch nicht alle immer spontan verfügbar.

      Viele Grüße
      Thomas

      • Benni 17. Mai 2016 um 21:31 Uhr - Antworten

        Ok, dann mach ich mich mal schlau, danke.

        • pixelschmitt
          pixelschmitt 17. Mai 2016 um 22:19 Uhr - Antworten

          Frag einfach mal bei Rinku an und richte ihm schöne Grüße von Thomas & Kristina aus 😉

  4. Isa 14. Oktober 2016 um 08:52 Uhr - Antworten

    Hallo,

    Schöner Artikel und schöner Reisebericht . Wir fuhren eine ähnliche Strecke auf Grund deines Artikels. Wir bestellten den Fahrer auch schon im vorhinein auf [LINK automatisch entfernt] . Der holte uns auch gleich am Flughafen ab. Schon beeindruckend wieviele Fahrer am Flughafen auf einen zukommen und auch ein Stück vom Touristen abhaben wollen. Da spart man sich Zeit und nerven wenn man vorher bucht.

    Gut geschriebener Artikel

  5. Anja 6. September 2017 um 15:01 Uhr - Antworten

    Hey hey, witzig, ich bin im Moment in Indien und im Prinzip ist fast alles identisch, nur dass mein Fahrer Saini heißt. ^^
    Frage: Bin mit ihm ca. 20 Tage unterwegs, was gibt man an Trinkgeld für den Fahrer im Schnitt pro Tag? Bin überaus zufrieden und hab n bissl Schiss, dass ich zu wenig geb. Das mit dem angemessenen Trinkgeld ist so ne Sache, da fehlt mir noch das Gespür und ich will ja nicht, dass er dann enttäuscht ist.
    Ich wäre echt dankbar für nen kleinen Tipp 😉
    LG, Anja

    • pixelschmitt
      pixelschmitt 10. September 2017 um 10:43 Uhr - Antworten

      Hallo Anja,

      sorry für sie späte Reaktion.
      Soweit ich mich erinnere, haben wir Rinku damals 50 € Trinkgeld gegeben.
      Wir waren knapp drei Wochen mit ihm unterwegs.

      Ich hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen.

      Viele liebe Grüße und noch eine gute Zeit in Indien
      Thomas

  6. Sandra 27. Dezember 2017 um 15:48 Uhr - Antworten

    Hallo ,

    wollte fragen ob deine Tour individuell gewählt war oder vorgegeben? Habe mich mit Rinku in Kontakt gesetzt und er sagte für 20 Tage fürs Auto pro Person 460 €. Und seine Unterkünfte finde ich ziemlich luxuriös oder wie war das bei dir?
    Würde mich freuen von dir zu hören
    lg aus Österreich

    • pixelschmitt
      pixelschmitt 27. Dezember 2017 um 17:27 Uhr - Antworten

      Hallo Sandra,

      danke für Deine Nachfrage. Wir waren damals mir Rinku unterwegs als er noch angestellt war.
      Aber damals konnten wir vorgeben, wo wir hin wollen und welches Budget wir haben.
      Zu teure Unterkünfte konnten wir jederzeit noch gegen günstigere (sofern verfügbar).

      Aber den Preis finde ich ehrlich gesagt nicht allzu teuer.
      Runtergerechnet sind das 23 €/Person am Tag inkl. Übernachtung und Transport.
      Wenn da noch luxuriöse Unterkünfte dabei sind, ist das doch richtig gut.

      LG
      Thomas

      • Sandra 25. Januar 2018 um 13:39 Uhr - Antworten

        Danke für deine rasche Rückmeldung.

        Ich würde die Reise wahrscheinlich alleine machen – ist Rinku dann immer mit dabei? War schon mal in Südindien und da wurde ich sehr oft Fotografiert und von den Indern direkt angestarrt :/

        Bin Student daher ist günstig immer gut aber ja so ca 20 euro prod Nacht sind ganz in Ordnung 🙂

        lg aus Österreich

  7. Siegmund (und Claudia) 19. Januar 2018 um 22:01 Uhr - Antworten

    Hi Ihr Lieben,
    vielen Dank für Euren Bericht zu Indien und überhaupt …

    Wir fliegen am 31.1.2018 los nach Bangalore und von dort Richtung Westen (südlich von Goa) und Süden. 3 Wochen. 🙂

    Auch wir überlegen, einen Fahrer mit Auto zu nehmen, um
    a) flexibler zu sein/ggf. dort stehen bleiben zu können, wo es uns grad gefällt,
    b) sicherer zu reisen (als mit z.B. Bus) und
    c) nicht nur mit einem Rucksack auskommen zu müssen, sondern auch einen Koffer fürs Gepäck mitnehmen zu können.

    Wir bitten Euch um Euren Input,
    – wie kommen wir zu einem Fahrer, der uns diese ganze Strecke/die ganze Zeit über fährt oder
    – wie erkennen wir im Vorfeld, ob ein Fahrer passt oder
    – woraus soll(t)en wir achten?
    – wie wir Eurer Meinung am Besten vorgehen sollen,
    – wie das mit dem Quartier ist (wie ist das mit den „Fahrerzimmern“ in Hotels, wie erkennen wir das, dass ein Hotel ein Fahrerzimmer hat?)
    – welche Summe wir dem Fahrer für Auto und seine Dienste geben sollen.

    Claudia war im Herbst 2017 schon drüben, hatte damals einen Inder als Begleiter, der sie mit seinem Motorrad durch Indien kutschierte, doch leider ist der sehr unzuverlässig in der Kommunikation, hat den Job jetzt gewechselt, andere Inder, die sie kennengelernt hat, sich grad mitten im Übersiedlungsstress, weshalb wir jetzt ohne Direktkontakt „dastehen“ und hoffen, von Euch hilfreiche Infos zu bekommen.

    Euch jedenfalls ein tolles und höchst gelungenes Jahr voller Kraft, schöner Erlebnisse und Eindrücke, hilfreichen Menschen, wunderbaren Erlebnissen und privat wie beruflich viel Erfolg in Euren Projekten.

    • pixelschmitt
      pixelschmitt 20. Januar 2018 um 21:14 Uhr - Antworten

      Hallo Ihr 2,

      vielen Dank für Euren ausführlichen Kommentar und Eure Fragen.
      Ich versuche, sie so gut wie möglich zu beantworten.

      Wir haben Rinku über Vorab-Recherche und Empfehlung eines Freundes entdeckt.
      Ich bin mir sicher, für Eure Ecke gibt es auch sehr gute Fahrer. Bestimmt könnt Ihr auch vor Ort spontan jemanden finden.
      Aber mir persönlich wäre das zu knapp.

      Wie passt der Fahrer zu einem? Gute Frage. Hört auf Euren Bauch. Wenn ihr ein ungutes Gefühl habt, dann sucht Euch jemanden anderen.

      Die Fahrer haben meistens schon feste Hotels und Unterkünfte, die sie immer ansteuern. Also sollte der Fahrer wissen, wo er unterkommt. Bei uns war das auf jeden Fall so. Wir mussten keine passenden Unterkünfte suchen.

      Der Preis für die Dienste richtet sich komplett danach, was ihr vorhabt. Wie lange reist Ihr, welche Unterkunftskategorie bevorzugt ihr, …

      Es ist nicht ganz so leicht, Eure Fragen zu beantworten, weil sie doch sehr allgemein gehalten sind.

      Ich wünsche Euch viel Spaß in Indien.

      Viele Grüße
      Thomas

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