Erfahrungen mit airbnbIn Los Angeles haben wir 2011 zum ersten Mal Airbnb ausprobiert – und waren restlos begeistert. Wie das alles funktioniert und warum wir so begeistert waren, habe ich kurz zusammengefasst.

Ein Freund, der selbst eine Wohnung darüber vermietet, hat mir schon vor einiger Zeit die Website airbnb.com empfohlen. Ein erstes Überfliegen der Seite hat mich sofort überzeugt, denn es sind wirklch schöne Unterkünfte dabei. Entweder Zimmer, ganze Wohnungen oder sogar Ferienhäuser – und das alles weltweit. Viele der Angebote sind wirklich außergewöhnlich und man sieht auch, dass die Vermieter einen sehr hohen ästhetischen Anspruch haben. Es war also klar, dass wir das auf jeden Fall bei unserem Stop in Los Angeles ausprobieren müssen.

Bei der Planung für unseren Roadtrip durch die USA haben wir uns einige Unterkünfte auf der Strecke angesehen. Wir wussten aber nur, dass wir definitiv ein paar Tage in Los Angeles sein würden, deswegen haben wir uns dort was ausgesucht. Und was wir gefunden haben, kann ich uneingeschränkt weiterempfehlen. Aber der Reihe nach:

Wie funktioniert das mit Airbnb?

  1. Zuerst sollte man sich auf der Seite anmelden. Das geht relativ schnell und erleichtert Buchung und Kommunikation mit dem Vermieter.
  2. Dann wird das Profil befüllt, damit man sich ein Bild machen kann. Also einfach ein Profilbild hochladen und ein paar Zeilen über sich selbst schreiben.
  3. Unterkunft suchen. Das ist der schwerste Teil, denn die Auswahl ist immens. Nach Eingabe des Reisezeitraums sind aber nur die verfügbaren Angebote zu sehen, über die eingebundene Google Maps-Karte kann man sich auch einen bestimmten Bereich aussuchen und sieht passende Inserate. Dritte Variante ist die Sortierung. Empfehlung, Preis und Entfernung sind drei ganz gute Kennwerte zur Auswahl
  4. Und dann die Unterkunft buchen. Dafür vorab nochmal genau alles durchlesen (vor allem die Hausordnung, Mietvereinbarungen und Stornierungsregelungen), damit es später keinen Grund für Ärger gibt, den man hätte umgehen können.

Soviel in Kürze. Ganz detailliert gibt´s das im Hilfebereich von Airbnb zum Nachlesen.

Bei uns lief das alles recht unkompliziert.
Nachdem wir uns auf den ersten Blick in das Guest House @ the Hollywood Sign verliebt hatten, haben wir es gebucht. Robert – der oberhalb des Guesthouses sein Privathaus hat – meldet sich echt schnell und bestätigte die Buchung. Damit wir alles perfekt.

Angekommen in Los Angeles ist es wirklich schön, wenn man nicht in einem unpersönlichen Hotel untergebracht ist, sondern sich gleich wie zu Hause fühlen kann. Wir landeten um 23 Uhr in LAX und hatten Robert schon vorab informiert, dass es später werden könnte. Vom Flughafen ging´s dann mit dem Mietwagen relativ schnell direkt in die Hollywood Hills, wo wir die nächsten vier Nächte wohnen sollten. Wer schon mal in Los Angeles war, weiß wie voll und laut die Straßen sein können. Umso erstaunlicher ist aber, wenn man dann vom Freeway abbiegt, in ein Wohngebiet fährt und direkt in Richtung Hollwood-Zeichen fährt. Nachts zeichnet es sich zwar nur sehr schwach vor dem dunklen Hintergrund ab, aber man weiß, dass es da ist.

Über unzählige Kurven schraubten wir uns dann mit unserem Ford Escape die Hügel nach oben und erreichten endlich das Guesthouse. Robert war gleich zur Stelle, zeigte uns das Haus und brachte uns sogar noch was zu trinken runter, weil er ja wusste, dass wir einen langen Flug hinter uns hatten. Wir erholten uns dann auf der großen Holzterrasse mit Blick auf die Skyline und das Griffith Observatory gleich gegenüber.

In den folgenden Tagen meldete sich Robert entweder per E-Mail (WiFi gibt´s umsonst) oder SMS und fragte, ob wir da wären. Er fragte dann, was wir so vorhatten und gab uns ein paar Tipps, die er uns auf einer handgemalten Karte notierte. Robert war nie aufdringlich und wir hatten absolute Privatssphäre, aber trotzdem fühlten wir uns wie zu Besuch bei einem guten Bekannten.

Warum heißt es jetzt “@ the Hollywod Sign”?
Ganz einfach: Es ist direkt unterhalb des weltbekannten Zeichens. Man läuft ca. 5 Minuten den Berg hoch und um zwei Kurven und kommt vor ein großes Tor, das mit allerlei Schlössern verschlossen ist und den Zugang verbietet.

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Links das Hollywood-Zeichen, rechts gleich das Guesthouse. Ein Traum!

Allerdings gibt es noch einen versteckten kleinen Eingang für Fußgänger, durch den man das Tor umgehen kann. Auch dort stehen wieder Verbotsschilder und  Schranken. Wir sind nicht weitergelaufen, weil weiter oben sowieso alles eingezäunt ist und als wir 10 Minuten hinter dem Tor standen, schon zwei Ranger den Weg abliefen. Von unserem Aussichtspunkt hatten wir auch einen genialen Blick auf das Zeichen, Downtown L.A. und unser kleines Ferienhäuschen in den Hügeln.

Guest House @ the Hollywood Sign kann ich uneingeschränkt empfehlen. Leider bin ich nicht der einzige, der das so sieht. Als wir Ende September dort waren, meinte Robert, dass er bis März schon restlos ausgebucht sei. Wer dort unterkommt, macht auf jeden Fall alles richtig, denn man fühlt sich wie ein Einheimischer.

Das war also unsere erste Erfahrung mit Airbnb. Weil alles so gut geklappt hat, ist auch schon der nächste Urlaub mit Airbnb eingetütet. Mehr dazu aber erst, wenn es soweit ist.

Bis dahin: www.airbnb.com durchstöbern und Fernweh bekommen.

Fotos: airbnb / pixelschmitt