Ok, Sri Lanka hat viel Kultur und Unesco-Weltkulturerbe-Stätten im Angebot. Aber irgendwann ist auch mal wieder gut mit alten Steinen.

Ideale Zwischenstation zwischen dem Hochland und den Stränden im Süden
Und dafür gibt es die vielen Nationalparks der Insel. Der bekannteste ist natürlich der Yalla-Nationalpark im Süden der Insel. Wir haben gehört, dass er sehr überlaufen ist und haben ihn deswegen ausgelassen. Stattdessen sind wir relativ spontan und ungeplant in den Uda Walawe Nationalpark gefahren. Er lag gerade günstig zwischen Nuwara Eliya und Tangalle. Also, nix wie hin.

Safari am Morgen
Trotz Urlaub musst Du für die Safari früh aufstehen. Oh, nachmittags hätte es auch noch eine Tour gegeben, aber es war Gewitter angekündigt und kam dann auch.

Also früh aufstehen, ab auf den Jeep und in den Nationalpark gewackelt.

Direkt auf dem Weg zum Nationalpark stand schon ein Elefant direkt am Straßenrand. Eine sehr gute Einstimmung.

Im Park ging es dann gleich ganz groß weiter. Denn direkt hinter der Einfahrt stand ein weiterer Elefant.

Und so hat sich das eigentlich den kompletten Vormittag fortgesetzt. Meist waren es Herden von bis zu zehn Tieren, die sehr gut im Dickicht zu erkennen waren. Zum Glück hat sich das Gewusel am Eingang auch irgendwann aufgelöst. Denn zu Beginn der Safari brettern teilweise mehrere Jeeps in Kolonne über die Schotterpisten.

Aber irgendwann biegt jeder Jeep auf seine eigene Route ab, so dass man dann relativ schnell allein unterwegs ist.

 

Tiervielfalt rund um das Wasserreservoir
Irgendwann biegt der Jeep dann aus dem Busch ab und fährt an dem riesigen Wasserreservoir entlang. Hier gibt es Unmengen an Wasservögeln. Wasserbüffel chillen im seichten See und ab und zu sieht man auch ein Krokodil, das mit weit aufgerissenem Maul auf Beute wartet.

Elefanten gibt es direkt am See anscheinend auch zu sehen. Die riesigen Haufen lassen zumindest darauf schließen. Entdeckt haben wir aber beim ersten Abstecher aber leider keinen.


Kuck mal, ein Babyelefant
Vom See geht´s wieder zurück ins Dickicht und wir scheuchen noch ein paar Rehe und Büffel auf.  Einen Fuchs und wieder viele Vögel sehen wir auch nochmal. Und dann steht da ganz allein ein kleiner Babyelefant. Gut versteckt im Gebüsch wartet er auf seine Mutter, die kurz danach auch auftaucht.


Balzende Pfaue – aber sie ist total unbeeindruckt
Kurz vor Ende der Safari werden wir noch Zeugen eines Pfaus auf Brautschau. Mit voll aufgedrehtem Rad versucht er seine Angebetete für sich zu gewinnen. Sie sitzt auf einem Baumstumpf, während er versucht, sie mit allerlei Tanzen, Gurren und anderen Geräuschen zu überzeugen.

Aber anscheinend hat er nicht gut genug getanzt. Nach wenigen Minuten wird es ihr anscheinend zu langweilig und sie fliegt davon. Der arme Kerl bleibt leicht verwirrt zurück.

 

Endlich: Ein Elefantenbulle am See
Wir wollten schon zurück zum Ausgang  als wir am See einen riesigen Elefanten entdecken. Also, nichts wie hin. Die anderen Jeeps sind schon weg und wir haben den Elefanten komplett für uns allein. Er stapft gemächlich aus dem Wasser und ganz unbeeindruckt von uns, stapft er am See entlang.

Ein schöner Abschluss eines aufregenden Vormittags im Uda Walawe-Nationalpark.

Übernachten in der Pokuna Safari Eco Lodge

In Uda Walawe selbst und direkt vor den Toren des Nationalparks gibt es viele Unterkünfte in den unterschiedlichsten Preisklassen. Uns wurde die Pokuna Safari Eco Lodge von anderen Reisenden wärmstens empfohlen.

Die vier Bungalows stehen mitten im Dschungel und die Anfahrt ist mehr als abenteuerlich. Aber nach der holprigen Fahrt wird man mehr als belohnt. In der Mitte des riesigen Grundstücks wurde ein See angelegt, um den herum die Bungalows (3×2 Betten, 1×3 Betten) platziert wurden.

Auf der einen Seite  wird die Anlage vom Haupthaus und dem Restaurant begrenzt. Auf der anderen Seite fließt ein kleiner Fluss vorbei. Hier sieht man viele Pfaue und Affen, die auch gerne durch die Anlage spazieren. Vogelkundler werden hier auch auf ihre Kosten kommen.

Eine Top-Unterkunft, die noch in keinem Reiseführer steht
Betrieben wird die Pokuna Safari Eco Lodge, die sehr viel Wert auf gute Bewertungen bei Tripadvisor zu bekommen. Deswegen sind sie sehr bemüht und kümmern sich sehr gut um die Gäste.

Bisher konnte ich die Unterkunft noch in keinem Reiseführer entdecken. Das erklärt wahrscheinlich auch die Verwunderung des Besitzers, als ich telefonisch ein Zimmer reservierte. „Why do you call me? Who told you about my place? (Warum rufst Du an? Wer hat Dir von meinem Hotel erzählt?)“

Wecker? Nimm doch den Pfau!
Die Anlage ist sehr schön und wirklich ruhig. Nachts  bin ich davon aufgewacht, weil die Pfaue so laute Geräusche gemacht haben. Ich dachte mir „Dumme Pfaue. Haltet endlich die Klappe!“ Und kurz danach wurde mir bewusst, welcher Luxus das ist, wenn man nicht vom Zivilisationslärm, sondern von Pfauen wachgehalten wird.

Zum Eingang des Parks fährt man mit dem Jeep etwa 30 Minuten.

Mama kocht
Einziger Nachteil der Abgeschiedenheit: Man ist wirklich weit weg von allem. Kein Supermarkt, kein anderes Restaurant. Man ist also voll auf die beiden Jungs und ihr Team angewiesen.

Zum Kochen wird aber immer die Mama der beiden per TukTuk herbeigefahren und sie kocht wirklich leckeres Rice & Curry.

Kontakt: www.udawalawesafarilodge.com/

Am Besten vorab reservieren und abholen lassen. Wenn Du mit Fahrer kommst, dann empfängt dich einer der Brüder an der großen Kreuzung im Ort und lotst Euch durch den Wald.

 

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