Im Juni 2016 haben wir zwei Wochen Urlaub in Südkorea gemacht. Und die ganze Zeit habe ich mich gefragt, warum wir nicht schon früher nach Südkorea gekommen sind. Das Land ist wirklich eine Reise wert. Das hätte ich nie erwartet, aber zwei Wochen sind einfach zu wenig. Es gibt dort einiges zu erleben.

Sehenswürdigkeiten für Deinen Urlaub in Südkorea

In ganz Südkorea gibt es zwölf UNESCO-Welterbestätten. Davon sind elf Weltkulturerbe und eine Stätte ist Weltnaturerbe.

Wenn Du also Tempel und viele alte Steine magst, dann bist Du in Südkorea genau richtig. Mir hat es auf jeden Fall sehr gut gefallen.

 

Verständigung in Südkorea

Die meisten Zeichen sind zweisprachig in koreanisch und englisch. So kannst Du Dich bei Deinem Urlaub in Südkorea auf jeden Fall recht gut orientieren.

Im direkten Kontakt mit Südkoreanern bringt Dich Englisch nicht immer weiter. Aber dafür gibt es ja Hände und Füße. Manchmal müssen auch Papier und Stift helfen, um Routen aufzumalen.

Und wenn das nichts hilft: Point It

Die Südkoreaner sind aber sehr sehr hilfsbereit. Wenn Du verloren in der Gegend rum stehst, dauert es nicht lange bis Du angesprochen wirst, ob Du Hilfe brauchst.

Wenn die Sprache nicht ausreicht, dann begleitet man dich kurzerhand auch einfach ein Stück bis zur richtigen Abzweigung.

 

Autofahren in Südkorea

Alle Reiseführer raten davon ab, auf dem Festland selbst Auto zu fahren. Ich habe es drei Tage lang auf der Insel Jeju probiert und fand es nicht so schlimm.

Auch hier sind die Schilder zweisprachig und der Verkehr ist auf der gleichen Seite wie bei uns.

Mit einem Navigationssystem ist es noch einfacher.

Die Besonderheit: Du gibst die letzten sieben Ziffern der Telefonnummer Deines Ziels ein. Klar könntest Du auch die Adresse eintippen. Aber eben auf koreanisch. Dann lieber die Telefonnummer.

 

Internet in Südkorea

Es heißt immer, Südkorea hätte das schnellste Internet der Welt. Es ist auf jeden Fall schnell. Und vor allem überall und kostenlos. Jede Stadt, jede U-Bahn, ja sogar fast jeder Kiosk bietet Free WiFi an.

Südkorea Free Wifi

 

Essen in Südkorea

Vom Essen war ich einfach nur überwältigt. Korean BBQ war mir schon ein Begriff, aber dass das Essen so lecker und vielfältig ist, hat mich wirklich überwältigt.

Essen hat in Südkorea einen so hohen Stellenwert, dass eine Grußformel lautet “Hast Du heute schon gegessen?”. Schon allein wegen des Essens lohnt sich der Urlaub in Südkorea schon fast. Ich habe selten so lecker gegessen wie hier.

Dementsprechend viel gibt es dann auch in Südkorea.

Wenn Du abends im Shoppingviertel Myeongdong in Seoul unterwegs bist, kannst Du Dich bei den vielen Straßenhändlern satt essen.

In den Restaurant des Landes gibt es das wohl leckerste Essen, das ich bisher gegessen habe. Die Küche Südkorea ist schwer mit anderen Küchen vergleichbar.

Zu jedem Essen gehört ein Set von Beilagen (Kimchi, Sojasprossen, Gurken, etc.). Dazu kannst Du leckere Suppen bestellen, Fisch, Fleisch und alles, was lecker aussieht.

Alle Speisen sind für alle da. Nicht so wie bei uns, wo jeder seinen eigenen Teller hat und nichts abgibt.

In Südkorea wird geteilt. Und das finde ich richtig gut.

Südkorea Korean BBQ

Essen in Südkorea: Korean BBQ

Ganz wichtig ist natürlich Kimchi in Südkorea. Ohne Kimchi geht nix.

Kimchi ist fermentierter Kohl. Also eine Art Sauerkraut. Aber die Kohlblätter sind im Ganzen und werden ähnlich einer Lasagne serviert.

Natürlich ist Kimchi richtig scharf. Es gibt aber auch nicht-scharfe Varianten.

Was mir auch sehr gut gefällt: Nach einem ausufernden Essen ist noch nicht Schluß. Für einen Absacker geht es dann weiter zu Chimaek. Das ist das koreanische Kunstwort für Chicken and Beer. Es gibt dann einfach nochmal frittiertes Hähnchen, Pommes und reichlich Bier. Nur falls jemand vorher noch nicht satt war.

Südkorea: Chicken and Beer (Chimaek)

Chimaek aka Chicken and Beer

 

 

Transport in Südkorea

Das Reisen in Südkorea ist wirklich einfach. Expresszüge rasen in wenigen Stunden einmal quer durchs Land. Alles was die Züge nicht abdecken, übernehmen Busse.

Das Busnetz in Südkorea ist wirklich sehr gut. In fast jeder Stadt gibt es einen Haltepunkt und die Preise sind nicht übertrieben.

Für eine Fahrt von Busan nach Jeon-Ju in einem richtig luxuriösen Expressbus kostet gerade mal knapp 15 € für drei Stunden.

Ein weiteres Highlight dieser Reise war die Raststätte, an der nach halber Strecke Pause gemacht wurde. Hier gab es viele saubere Restaurants, Supermärkte und kostenlose Toiletten.

 

U-Bahnen in Südkorea

In Busan uns Seoul war ich mit der U-Bahn unterwegs. Es dauert vor der ersten Fahrt ein paar Minuten bis man das System mit den Tickets und Karten und den enormen Plan mal verstanden hat.

Südkorea U-Bahn

Das U-Bahn-Netz in Seoul

Aber nach der ersten Fahrt bist Du schon sehr schnell unterwegs mit der U-Bahn.

Die Linien sind wie bei uns mit verschiedenen Farben gekennzeichnet und sowohl in koreanisch als auch englisch beschrieben.

 

Öffentliche Toiletten in Südkorea

Kommen wir zu einem ganzen wichtigen Punkt: Öffentliche Toiletten.

Es gibt in Südkorea überall (ich lüge nicht) öffentliche Toiletten. Und diese Toiletten sind alle noch sauber und dazu kostenlos. Alle.

 

Seoul

Natürlich kennst Du Gangnam. Das Viertel, das als das Beverly Hills von Seoul gilt. Ist nett, aber es gibt noch andere Ecken.

Zum Weggehen empfehle ich Dir Hongdae. Rund um eine Kunsthochschule trifft sich hier die Jugend. Freitagabend ist es schon auf den Straßen richtig laut. Da will ich mir überhaupt nicht vorstellen, wie es in den Clubs ist.

In der Stadt verteilt stehen einige schöne Paläste, die einen super Kontrast zu den Hochhäusern bieten.

Shopping geht natürlich auch sehr gut – wenn Du nicht gerade zwei Meter groß bist wie ich. Dann musst Du Dich aufs Essen beschränken.

In Seoul lassen sich locker drei bis fünf Tage verbringen.

 

Busan

Die Hafenstadt bietet neben vielen Stränden auch den zweitgrößten Fischmarkt der Welt. Es gibt hier so ziemlich alles zu kaufen, was das Meer zu bieten hat. Im Erdgeschoss kannst Du Dir Deinen Fisch raussuchen, ein Stockwerk weiter oben wird es dann in einem der vielen Restaurants direkt zubereitet. So frisches Seafood bekommst Du nur selten.

Auch sehr schön ist das Gamcheon Culture Village – das ehemalige Slum der Kriegsflüchtlinge. Künstler haben das verrufene Viertel mit viel Farbe und Kunst aufgehübscht und zu einer Touristenattraktion gemacht. Hier lässt sich locker ein halber Tag verbummeln. Die netten Cafés bieten viele Möglichkeiten zum Ausruhen.

Du kannst hier auch Postkarten zeitversetzt verschicken lassen. Es gibt zwei Briefkasten. Einer ist regulär. Der zweite verschickt deine Post erst genau ein Jahr später.

Manche nennen das Gamcheon Culture Village übrigens auch das “Santorin Koreas”.

 

Bulguksa

Von Busan bietet sich ein schöner Tagesausflug nach Bulguksa an. Die Busse fahren im 20 Minutentakt. Die Tempelanlage ist wirklich atemberaubend.

Auch sehenswert ist die Stadt Gyeongju. Hier kommen die Busse aus Busan an und Du musst sowieso umsteigen, um nach Bulguksa zu gelangen. Dann kannst Du Dir die Stadt und Anlagen auch gleich noch anschauen.

 

Jeju

Die Insel trägt auch den Beinamen “Hawaii Südkoreas”. Und ganz so falsch ist der Vergleich nicht. Auch auf Jeju gibt es Vulkane und Lava-Felder. In den erloschenen Lava-Röhren kannst Du sogar spazieren gehen.

Neben der wunderbaren Landschaft ist Jeju auch bekannt für die Mandarinen, die wirklich sehr lecker sind. Und dann eben noch verschiedene Vergnügungsparks wie Hello Kitty-Land oder LoveLand.

Südkorea Jeju Island

Der Aufstieg auf den Vulkan

 

Jeon-Ju

Die Stadt ist eine sogenannte Slow City. Sie ist also ideal, um ein bisschen runterzukommen und vor allem, um gut zu essen. Hier wurde das koreanische Bibimbap erfunden. Das ist ein Gericht aus Reis, Gemüse und Rindfleisch. Du kannst Dich in Jeon-Ju locker ein paar Tage durchessen.

Außerdem gibt es in Jeon-Ju einen ganzen lustigen Hype: Besucher leihen sich traditionelle Kostüme aus, um durch die Stadt und Tempelanlagen zu wandern.

Südkorea Jeon-Ju

Ach ja: Und in Jeon-Ju gibt es eins der größten Hanok-Villages. Hanoks sind diese klassischen koreanischen Häuser mit Papierwänden. Viele davon sind auch Guesthouses, so dass Du traditionell übernachten kannst. In Jeon-Ju ist die Auswahl der Hanok-Guesthouses so groß, dass Du locker was finden wirst.

 

Warst Du schon mal in Südkorea? Wie hat es Dir gefallen?
Oder hast Du vielleicht noch Fragen zu Südkorea? 
Ich freue mich über Deinen Kommentar.